FDA Weihnachtskalender 2021


04.12.21 - Heute ist Annes "Schneekatze" aus dem Türchen gesprungen!



Bundestagung des Freien Deutschen Autorenverbandes


Diese fand vom 12, - 14.11.2021 in Cottbus im Stadthaus statt und stand unter dem Motto: Heimat Fremde Sprache. Ein Thema, welches  mich sehr interessierte, lebe ich doch in einem der Heimatgebiete der Sorben oder Wenden, wie sie auch genannt werden. Voller Erwartungen machte ich mich auf den Weg zu der dreitägigen Veranstaltung.

Der Auftakt mit den Grußworten von Oberbürgermeister und Schirmherren war erfreulich kurz. Und dann begannen Lesungen und kulturelle Darbietungen sorbischer Künstler. Ich kannte sorbisch zwar als Sprache an sich, hatte aber keine Ahnung von Musik und Literatur der Sorben. Um so mehr begeisterten mich die Darbietungen. Insgesamt war es an jedem der drei Tage ein voll gepacktes Programm, welches am zeitigen Vormittag begann und bis in den Abend hinein reichte. Zeit für persönliche Gespräche blieb meist nur während der Mahlzeiten oder am späten Abend.

Beim Schlafengehen schwirrte mir der Kopf von den vielen Eindrücken und Neuigkeiten des Tages. Doch es waren nicht nur Gespräche und musikalisch Darbietungen, die die Tage füllten. Zum Tagungsprogramm gehörte auch ein Ausflug in den Fürst-Pückler-Park nach Branitz, ein Stadtrundgang und ein Besuch des Wendischen Museums. Außerdem gab es am zweiten Abend  literarische Beiträge der einzelnen Landesverbände mit musikalischer Umrahmung. Diese fanden in den Tagungsräumen des Sorat-Hotels statt, wo auch die Tagungsteilnehmer untergebracht waren. Ich durfte, passend zum Tagungsthema, eine Geschichte aus meinem zweisprachigen Kinderbuch „Lustige Tierwelt“ lesen.

Die Tagung endete für mich mit vielen neuen Eindrücken, Muskelkater von dem Ausflug und einem riesigen Bedürfnis den fehllenden Schlaf der letzten Tage nachzuholen. Summa sumarum eine tolle Vorbereitung  und Durchführung durch die Brandenburger. Alles andere habe ich ja schon gesagt.


Iris Fritzsche





Messenachlese


Vom 23. - 24.10.2021  fand in Cottbus die Herbstmesse als Präsenzmesse statt. Ein Ereignis, auf welches ich mich lange gefreut hatte. Denn es sollte meine erste Präsenzmesse mit eigenem Stand werden. Ursprünglich sollte diese Messe bereits 2020 stattfinden. Damals machte Corona allen einen Strich durch die Rechnung. Zunächst wurde sie auf Frühjahr 2021 und dann doch auf Ende Oktober verschoben. „Was lange währt, wird endlich gut“, heißt ein altes Sprichwort. Darauf hoffte auch ich.

Frohgemut machte ich mich also am Tag vor dem Messebeginn mit meinem Aufbauhelfer auf nach Cottbus. Eine navifähige Adresse hatten wir per E-Mail bekommen und ich hatte eine ungefähre Vorstellung vom Ort des Geschehens. Doch damit begann das Drama! Die Zufahrt zum Messegelände war so schlecht ausgeschildert, dass wir eine halbe Stunde herum irrten, ehe wir (mehr durch Zufall) die richtige Einfahrt fanden. Doch das sollte nicht das letzte Hindernis sein. Da mein Begleiter nicht geimpft war, mussten wir zum Test, Ok! Doch dort nahmen sie kein Bargeld! Nur mit Karte war der Test möglich. Der Test selbst sollte etwa 10 Minuten dauern. Doch bereits nach drei Minuten hielten wir das notwendige Papier in der Hand. Uns sollte es nur recht sein, so gewannen wir Zeit.

Vor dem Ausladen wollten wir uns natürlich den Standplatz ansehen. Er befand sich in Halle 3 im oberen Stockwerk. Fahrstuhl gäbe es keinen, wir sollten die Treppe benutzen, wurde uns mitgeteilt. Was meinen Begleiter zu der Frage „Wie sollen denn hier Leute mit Handicap hoch kommen?“ veranlasste. Na gut, später fanden wir dann doch noch einen Personenaufzug der auch für unsere Zwecke reichte. Doch zurück zu Halle 3. Durch den Messeplan wusste ich, wo sich mein Stand befinden sollte. Dort angekommen der nächste Schock! Der Tisch hatte zwar die bestellte Länge, aber die Breite ließ zu wünschen übrig. Da passten ja kaum drei Bücher hin! Beinahe hätte ich alles sausen lassen, doch das bezahlte Geld hätte ich ja nicht zurück bekommen. Also machten wir das Beste aus den vorhandenen Möglichkeiten.

Dann kam der erste Messetag. Ein großer Gong verkündete den Beginn des Einlasses. Doch anstatt der erwarteten Massen, die durch die Gänge strömen sollten, tröpfelten nur vereinzelt Leute. Und selbst die eilten mit grimmigien Mienen an vielen Ständen im Eilzugtempo vorbei. Als es meiner Standnachbarin gelang, einige von ihnen zu befragen, erfuhr sie den Grund: Taschenkontrollen am Einlass und keine Garderobenabgabe möglich! Nun verstanden wir. Dazu erzählte sie mir auch noch, dass der Lastenfahrstuhl, den Händler größerer Stände nutzen wollten, defekt war. Rundherum also nichts als Chaos! Zum Glück gab es am zweiten Messetag noch ein paar kleine Lichtblicke. Es kamen dann doch noch Gespräche mit Besuchern zustande und ich konnte ein paar neue Konakte knüpfen.  War eben eine Erfahrung der anderen Art. Nur Schade, dass dadurch mein erstes Messeerlebnis nicht so positiv war, wie ich erhofft hatte.


Iris Fritzsche







06.11.2021 11:00 Uhr AJA im DASTietz Chemnitz / 14:00 Uhr WE PARAPOM! Terra Nova Campus Chemnitz


Der heutige Tag stand komplett im Zeichen von Anthologien. Zuerst natürlich in jenem der Heimat-Anthologie. Anne, Elke, Hannelore, Sandra und ich konferierten mit Katja per Telefon, um Einigkeit über fließende Kategorien, das Einfügen von Fotografien und Änderungen an Geschichtentiteln zu erlangen. Ja, es geht vorwärts und ein bisschen frischer Gedankenwind (ich hasse das neudeutsche Wort Brainstorming) kann nie schaden, um allem den richtigen Schliff zu geben. Jetzt freuen wir uns schon sehr auf das fertige Buch und die zugehörigen Lesungen.

Natürlich wurden wir bei einer Kontrolle darauf hingewiesen, die Masken auch am Tisch trotz Abstand tragen zu müssen. Wahrscheinlich aber auch nur wir, denn auf der anderen Seite des Raumes saß ein genau so großer muslimischer Lesezirkel ohne Masken.

Kurz vor 14 Uhr erreichten Anne, Hannelore und ich per Bus den Terra Nova Campus und hatten das Glück, stets genau zur rechten Zeit am genau richtigen Platz zu stehen. Zuerst erspähten wir Frau Dr. Holub am Tisch der Pomologen, sodass ich ihr während eines kurzen Gespräches die Apfel-Anthologie überreichen konnte. Natürlich haben wir drei FDA-Vertreter uns sehr über die Aussicht gefreut, an weiteren Veranstaltungen mit Lesungen teilnehmen zu können. Auch unserem Oberbürgermeister Sven Schulze konnte ich Augenblicke später das Buch persönlich überreichen. Ein kurzes Pläuschchen mit Frau Dr. Zierold vom Naturkundemuseum und mit Daniel Dost von den Buntmacher:innen. Dann wohnten wir mit bestem Blick auf das Geschehen den Baumpflanzungen bei, ehe wir uns auch schon Richtung Bahnhof aufmachen mussten.

Ein großes Dankeschön an Petrus für strahlenden Sonnenschein, der sich immer und immer wieder als Literatur-Fan outet. (Vergnügtes Blinzeln.)

Fazit: Ein rundum gelungener Tag.


Sina Blackwood



 

Frau Barbara Holub mit unserem Oberbürgermeister Sven Schulze beim Pflanzen der Apfelbäume auf dem Terra Nova Campus.


(https://weparapom.eu/News)

Hier im Livestream sind wir drei sogar zu sehen.










23.10.21 / 11:00 Uhr AJA - DasTietz Chemnitz


Heute mal AJA in Minirunde, Anne, Gerry, Sandra (per Handy zugeschaltet) und ich. Im Vordergrund standen die Arbeiten an der Heimat-Anthologie, um Anfang 2022 auf die Zielgerade zu kommen. Petrus natürlich wieder ganz Literatur-Fan, denn bei strahlendem Sonnenschein hin, kaum zu Hause zog sich der Himmel zu. Ein heißer Dank nach oben.

Natürlich haben wir auch Organisatorisches besprochen und Termine gemacht (siehes Seitenlink Aktuelles) und über die Apfel-Aktionen Anfang November in Chemnitz beraten, wo wir zumindest teilweise teilnehmen werden. Wir haben uns den Terra Nova Campus ausgesucht. (Weil mit dem Auto zur AJA Anreisende danach auf der Planitzwiese parken können und nur noch ein paar Schritte bis zum Ort des Geschehens haben.) Alles zum Thema findet ihr unter folgendem Link: https://weparapom.eu/News


Sina Blackwood




10.10.21 / 18:30 Uhr Festakt zum Stefan-Heym-Preis im Chemnitzer Opernhaus.


Es begann wieder auf typische Chemnitzer Art, nämlich dass die offizielle Einladung bis zum Tag der Veranstaltung nicht eintraf. Vor Ort stellte ich fest, so ist es auch anderen ergangen und die Platzanweisung wurde auf Spickzettel geschrieben, weil man spätestens beim Begrüßungssekt mit netten Gesprächen vergessen hätte, welche Reihe, welcher Platz. Die große Richtung, Parkett oder Rang, hätte man vielleicht noch aus dem Gedächtnis hervorgekramt.

Coronabedingt und wegen einer Inzidenz, die eigentlich nicht mehr das Maß aller Dinge sein sollte (glaubte man den Politikern) waren stets zwei oder drei Plätze zwischen den vergebenen Sitzen freigeblieben. Dabei muss man schon froh sein, dass überhaupt Kultur stattfinden darf, wenn auch mit Maske und diversen Einschränkungen.

Slavenka Drakulić und Richard Swartz wurden als Preisträger des internationalen Stefan-Heym-Preises geehrt, wobei die Laudatoren dem Publikum in bewegenden Worten Leben und Wirken des kroatisch-schwedischen Autorenpaares nahebrachten. Etwas amüsant, dass keiner den Namen Swartz richtig aussprach, bis der Namensträger eine kleine lustige Eselbrücke baute, die man sicher nicht mehr vergisst: "Schwedisch spricht man es Swatsch, also fast wie Quatsch" Mit dieser Erklärung musste er wohl auch Stefan Heym bei ihrem ersten gemeinsamen Treffen etwas verunsichert haben. Kleine Anekdoten, die sowohl den einen als auch den anderen sympathisch machen.

Slavenka Drakulić war per Video zugeschaltet und ihre Dankesrede wurde von einer Chemnitzer Schauspielerin verlesen. Analysierende, punktgenaue Worte, die wie bei Stefan Heyms Romanen den Nerv der Zeit treffen, der heute nicht anders ist, als damals. Machtgier, Korruption, Unterdrückung nicht regimekonformer Meinungen, Repressalien gegen Andersdenkende. Beängstigend, wie sich die Bilder gleichen. Hier und überall auf dieser Welt. Deshalb wurde auch dem "König David Bericht" von Stefan Heym in Slavenka Drakulić Rede besonderes Augenmerk geschenkt.

Wer es bis jetzt noch nicht getan hat, sollte sich wirklich intensiv mit diesem Buch beschäftigen, über das man immer wieder stolpert, wenn man sich mit Heym befasst.

Aufgelockert wurden die Reden durch Musik und Ballett und man darf auch gespannt sein, wie die Förderpreise umgesetzt werden, die gestern auch vergeben wurden. Unter anderem geht es um Videos mit den noch lebenden Personen, die Heym persönlich kannten, ein Personenregister von Menschen, mit den denen er zu tun hatte, mit Vitae, und Musikstücke, die seine Lyrik zum Inhalt haben.

Nach dem Festakt schloss sich eine Signierstunde an und ein Bankett mit schwedischen und kroatischen Spezialitäten.

Fazit: Es war ein äußerst interessanter Abend und selbst das Wetter spielte perfekt mit.


Der komplette Festakt kann auf YouTube angeschaut werden:









Sina Blackwood




19.09.21 RAW meets Kulturhauptstadt 2025


Nachdem ich Freitag (17.09.) am sehr späten Nachmittag völlig frustriert die Mail bekam, dass am Samstag (18.09.), also an unserem AJA-Tag, all jene Leute auf der Zwickauer Straße vor Ort sein sollten, mit denen eine Zusammarbeit wegen der Lesungen aus der Apfel-Anthologie sinnvoll gewesen wäre, hatte ich mich entschlossen, am Sonntag die Lage noch einmal zu sondieren. Denn die Apfel-Lesungen sind ja auch eines unserer FDA-Projekte im Rahmen Kulturhauptstadt.

Den leeren "Apfel"-Stand, das Plakat von WE PARAPOM! und den Fliegenden Sessel habe ich zwar entdeckt, aber das war rein apfelmäßig am Ende ein glatter Schuss in den Ofen, weil tatsächlich kein Ansprechpartner da war. Also habe ich mich den anderen Themen der Mikroprojekte für die Kulturhauptstadt 2025 zugewandt. Viele interessante Ansätze, die trotz des Schirms 2025 noch etwas zusammenhanglos wirkten. Deshalb habe ich mir die Zeit genommen und wirklich jedes Plakat und Exponat detailliert betrachtet.

Hätten es nicht der Shuttle-Zubringer, die historische Straßenbahn, vom Hauptbahnhof zum Straßenbahnmuseum, die Exponate des Museum selbst, und die wirklich guten Tschechischen Musiker herausgerissen, wäre meine Tagesausbeute an echten Glücksmomenten äußerst spärlich ausgefallen.

Nun frustriert mich nur noch die Telekom, bei der man es nach dem Umbau der Hompagebaukästen einfach nicht mehr schafft, Hochkantbilder auch hochkant ohne Zusatzbrimborium in der Bearbeitung einzufügen.


Mehr zu dem, was mich heute beschäftigt hat, findet ihr unter den folgenden Links:

https://www.industriekultur-chemnitz.de/raw-meets-kulturhauptstadt-2021

https://weparapom.eu/


P.S. An diesem Wochenende fanden in ganz Chemnitz Veranstaltungen statt, die alle reichlich Besucher anlockten.


Sina Blackwood



18.09.21 AJA in Chemnitz, DAS Tietz


Endlich wieder AJA, jubelten Anne, Elke, Iris, Gerry und ich. Und das mit vollem Programm, weil es unglaublich viel Organisatorisches zu klären gab. Also stürzten wir uns in die Arbeit, um Meter zu machen. Da ahnten wir noch nicht einmal, dass man uns kurz nach Mittag hinausexpedieren werde, weil die Bibliothek 14 Uhr schließen wollte. Schön, dass wir wieder Verstärkung durch Enno-Jörg Wetzel im literarischen Team hatten.

AJA-Termine, Titel und Aufteilung Heimat-Anthologie, für die wir einen Namen suchten, Sächsischer Literaturrat, Weihnachtsfeier, neue Flyer, internationale Zusammenarbeit, Stefan-Heym-Gesellschaft und diverse Schwierigkeiten wegen Corona standen im besonderen Interesse.

Vor allem die Namensgebung für die Anthologie erhitzte die Gemüter, wobei Gerrys Vorschlag mit eindeutigem Wohlwollen um Längen vorn lag.

Gerade noch rechtzeitig konnten wir mit der Textarbeit beginnen, bei der uns Enno-Jörg ins Gartenparadies entführte, das mehr Grünfläche bekommen sollte. Wir haben herzlich über seine humorige Story gelacht.

Dann plötzlich die Durchsage, die Räume zu verlassen. Von jeder Ahnung der momentanen Schließzeiten unbeleckt, haben wir uns ziemlich bedeppert angeschaut und mit fliegenden Fingern zusammengepackt. Bloß gut, dass wir bei allem „fixe Kerlchen“ sind! So trollten wir uns schließlich auch ziemlich zufrieden.

Wir freuen uns auf die nächste AJA mit ganz sicher wieder interessanten Themen.


Sina Blackwood



16.09.2021 Lesung und Spielspaß bei den BUNTMACHER*INNEN


„Mach dich lang für Werte“ ( Kulturangebot für Kulturhauptstadt 2525)

unter diesem Motto fand am 16. September 2021 ein Familienfest bei den BUNTMACHER*INNEN in Chemnitz statt. Auch die „ Zottellotte mit ihren Freunden“ war dabei. Mit einem bunten Mix aus Gedichten, Geschichten und Liedern wurden die kleinen aber auch großen Zuhöhrer*innen zum Miterzählen, Singen und Spielen aktiv in Lottes Geschichten eingebunden. Trotz eisiger Kälte und spontanen Regenüberfällen war es toll.

(Bilder Lesung und Spielspaß mit den Würmern)


Elke Krausse






Aus dem Hut gezaubert

….. hatte Hannelore C. ein kleines nachmittägliches Treffen an der Museumsfeldbahn in Leipzig. Ursprünglich angedacht für die Mitglieder der Dialog-Gruppe. Doch durch die Tatsache das persönliche Kontakte durch die derzeitige Situation rar und viele von uns in mehreren Gruppen aktiv sind, entschloß sie sich auch die Mitglieder des FDA-Sachsen einzuladen. Die Einladung wurde gern angenommen. Leider konnten wegen des Wochentags nur wenige wirklich teilnehmen. So kamen wir also zusammen, die Mitglieder vom Dialog, vom FDA und sogar von der Filmvorführgruppe aus Köthen. Ein echtes Freundschaftstreffen! Die Vorbereitung auf FDA-Seite übernahm Anne. Sie informierte alle per Mail und schickte auch Infos über den Anfahrtsweg. Da ich von Hoyerswerda mit dem Auto anreiste, waren für mich die Straßennamen am Wichtigsten. Am Ort des Treffens angekommen, galt es einen Parkplatz zu finden, was bei der Ortslage gar nicht so einfach war. Schließlich fand ich einen unterhalb des Bahngeländes. Ein freundlicher junger Mann erklärte mir, dass ich den Trampelpfad hoch bis zu Straße und dann rechts bis zu einem Fußweg müsste. Dieser führe direkt zum Gelände der Feldbahn. So krabbelte ich mit meinem Korb in der Hand den steilen Aufstieg bis etwa auf halbe Höhe hinauf. Dann stand ich direkt auf den Bahnschienen. Ich entschied, den Aufstieg nicht weiter fortzusetzen, sondern direkt auf und neben den Schienen bis zum Feldbahn-Bahnhof zu laufen. Eine verblüffte Hannelore schaute mir nach etwa 500m Schienenwanderung vom Bahnsteig entgegen.

Nach und nach trafen auch die anderen Teilnehmer der Bahnfahrt ein. Wir waren uns zum Teil nie zuvor begegnet, aber da wir alle Schreiberlinge waren, gab es sofort genug Gesprächsstoff. Neue Kontakte wurden geknüpft und erste Erfahrungen ausgetauscht. Am Erstaunlichsten fand ich die Teilnahme einer älteren Dame in einem elektrischen Rollstuhl. Toll, was sie sich alles zutraute. Sie stieg dann sogar aus selbigem aus und kletterte mit männlicher Unterstützung in den Ausflugswaggon. Die Fahrt selbst gestaltete sich recht kurzweilig. Ein Mitglied des Eisenbahn-Clubs gab unterwegs Erklärungen, die Diesellok pfiff ab und an lautstark und am Wendepunkt vertraten sich einige die Füße bis die Lok von einem Ende zum Anderen umrangiert hatte.

Wieder am Bahnhof angekommen gab es erst eine kurze Führung durch die Historie der Faldbahn, danach selbstgebackenen leckeren Kuchen, Kaffee und noch mehr Gespräche. Leider ging der schöne Nachmittag viel zu schnell zu Ende. Gut dass auch Petrus mitgespielt und schönes Wetter geschickt hatte.


Iris Fritzsche


„OHNE FRAUEN IST KEIN STAAT ZU MACHEN“

 

Unter dieser Überschrift findet die gemeinsame deutsch-russische Fotoausstellung von Katja Ullmann aus Dresden (Fotos und Texte), Gulnas Alfredovna Sakulina (Fotos) und Dinara Kashapova (Texte) aus Ufa statt. Die Texte wurden auch in die jeweils andere Sprache übersetzt. Porträtiert werden sechs Frauen aus Baschkortostan und sechs Frauen aus Sachsen und Sachsen/Anhalt. Eröffnet wurde die Ausstellung, die zeitgleich auch in Ufa zu sehen ist, am 9. 7. 2021 im Rahmen der deutsch-russischen Arbeitstagung „Frauen in Transformationsgesellschaften 1990 – 2020 im Institut der Slavistik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Vor der Eröffnung präsentierten Studierende des Seminars für Ethnologie die Ergebnisse ihrer Projektarbeiten unter anderem über die in der DDR mehr oder weniger verordnete deutsch- sowjetische Freundschaft, bei der private Treffen und Besuche in der Sowjetunion meist nicht möglich waren und über die offizielle Städtepartnerschaft Halle – Ufa in der DDR, die eigentlich nur eine wirtschaftliche Beziehung war. Außerdem wurden zwei Frauen, die vor 1990 in den Buna-Werken gearbeitet haben zu ihrem weiteren Lebenslauf interviewt. Sie sind, wie die Frauen auf den Fotos, durch den Wandel der Gesellschaft nicht zerbrochen, haben, manchmal mehrmals, den Beruf gewechselt oder sich neue Betätigungsfelder gesucht. Was wäre aus ihnen geworden, wenn sie in ihren studierten Berufen hätten weiter arbeiten können?
Im September wird diese Fotoausstellung auch in Dresden zu sehen sein. Bis dahin kann sie unter www.rosalux.de (unter der Veranstaltung „Frauen in Transformationsgesellschaften 1990 – 2020“) angeschaut werden.

 

Anne Meinecke


Lesung in Großröhrsdorf „Lotte bei den Gewinnern“


Als Gast bei Gewinnern des "Deutschen Buchhandelpreises 2021 " in Großröhrsdorf.

Anlässlich des Straßenliteraturfestes fanden in Großröhrsdorf am

10. Juli 2021 Lesungen,Theateraufführungen u.v.m für Kinder und Jugendliche statt. Eingeladen hat das Team um Sandra Kretschmer der "Robert Philipp Buch-und Spielwarenhandlung" Verlage , Autoren und Künstler aus Sachsen.  ( Bild Lesung in Großröhrsdorf)


Elke Krausse

































09.07.2021 Ein Neuanfang in Hoyerswerda

Unter dem Motto „ Wir sind für eine harte Lö(e)sung“ fand am Freitag, 9.7.2021 im Sommergarten der Kulturfabrik in Hoyrswerda eine Veranstaltung der Schreibgruppe „Pegasus“ statt. Der Wettergott hatte zwar die Regenmaschine kurz vor Beginn der Lesung abgeschaltet, doch die Wind- und Kühlanlage lief leider noch. Dessen ungeachtet lasen insgesamt 9 Mitglieder der Gruppe Geschichten von Corona bis humorig. Begleitet wurde das Ganze von gitarristischen Zwischeneinlagen eines Gruppenmitglieds. Auch Iris Fritzsche vom FDA-Sachsen ist Mitglied der Pegasus-Gruppe. Sie las mehrere Kurzgeschichten und ein Gedicht aus ihrem Buch „Der Geschichtenbrunnen“.

Nach etwa 11/2 Stunden ging die, leider nur mittelmäßig besuchte, Veranstaltung zu Ende. Doch alle Anwesenden äußerten sich lobend über den literarischen Neuanfang nach langer Durststrecke.


Iris Fritzsche



Urlaubszeit - Lesezeit „ Freiluftlesung  an der Ostseeküste“

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Auch im Freien hatten die „Zottellotte und ihre Freunde“ viel zu tun. Lesungen und Buchbesprechung an der Ostseeküste waren für Kinder und Eltern ein willkommenes Angebot. Wegen der Hygieneauflagen gab es nur eingeschränkte Kulturangebote, sodass eine Freiluftlesung die beste Alternative dazu war. Gemeinsam Lesen - Spielen und Spaß haben mit der Lotte, zog nicht nur Kinder sondern auch Eltern an. Es war eine tolle Erfahrung für mich. ( Bilder Kinder Freiluftlesung / Buchbesprechung)


Elke Krausse



3 vor 12 - die 4. Veranstaltung:
"Denk ich an Dresden ...", 12.5.2021, 11:57 Uhr

  Wo: Sächsische Landes- und Universitätsbibliothek Dresden
  Digital via FDA-Youtube-Kanal und Facebook
  https://www.3vor12.fda.de
  https://www.facebook.com/fda3vor12

Die Veranstaltung ist kostenfrei.


Denk   ich an Dresden …" bei Tag und Nacht – die Gedanken an ihre  Landeshauptstadt lassen die Sachsen nicht zur Ruhe kommen, sei es beim  Nachdenken über die vielschichtige Vergangenheit der Elbmetropole, seien es   Überlegungen zur bewegten Gegenwart. Der Reigen der Darbietungen in dieser   Veranstaltung des LV Sachsen umfasst Beiträge von Ur-Dresdnern, heimisch   gewordenen Zugezogenen und Fremdgebliebenen.

Neben   Dresden-Texten der FDA-Autorinnen Dr. Anne Meinecke und Katja Ullmann und der   Gastautorin Uta Hauthal werden Collagen aus Fotos (von Katja Ullmann) und   Musik von Carlos Ampié Loría einbezogen. Die Veranstaltung moderiert Luise   Wilsdorf, Ehrenmitglied des FDA Sachsen.

Musik-   und Foto-Collagen: Carlos Ampié Loría. Gastautor: Horst  Seidel


Denk ich an Dresden…“

Am 12. 5. 2021 um 11.57 Uhr fand die vierte Lesung der Lesereihe „Drei vor Zwölf” des Freien Deutschen Autorenverbandes, gestaltet vom Landesverband Sachsen, statt. Diese Lesungen, gefördert im Rahmen des Projekts „Neustart Kultur“ aus den Mitteln des Deutschen Literaturfonds, sollen hybrid, also live an einem Ort und als Live-Stream durchgeführt werden. Die Raumsuche in Pandemiezeiten gestaltete sich schwierig. Nach langer Suche, später „nur noch“ nach einem Ort, wo die Lesung ohne Publikum, aber live gestreamt, stattfinden kann, fanden wir in der Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) einen Partner, der sehr interessiert an unserer Lesung war und sogar die Live-Übertragung ins Internet übernahm. Wir sind Frau Dr. Meyer und ihren Mitarbeitern sehr dankbar dafür und freuen uns sehr, dass die Bibliothek auch an einer weiteren Zusammenarbeit mit uns interessiert ist.

Denk ich an Dresden …" bei Tag und Nacht – die Gedanken an ihre Landeshauptstadt lassen die Sachsen nicht zur Ruhe kommen, sei es beim Nachdenken über die vielschichtige Vergangenheit der Elbmetropole, seien es Überlegungen zur bewegten Gegenwart. Der Reigen der Darbietungen in dieser Veranstaltung des LV Sachsen umfasst Beiträge von Ur-Dresdnern, heimisch gewordenen Zugezogenen und Fremdgebliebenen.

Nach der Auftaktmoderation von Luise Wilsdorf las unsere Gastautorin Uta Hauthal den essayistischen Text „Elbelieder“, eine literarische Auseinandersetzung mit dem gleichnamigen Text von Johanna Marie Lankau aus ihrem erfolgreichsten Buch Dresdner Spaziergänge. Es folgte Katja Ullmann, die im „Der Friedensengel vom Altmarkt“ das Geschehen Mitte Februar 1945 geschickt mit der Wirklichkeit verknüpfte. Horst Seidel, ein heimisch gewordener Zugezogener, setzte sich mit der Stadt und seinen Bewohnern in „Dresden - kurz vor Sibirien“ auseinander. Danach las unsere Gastautorin noch den unveröffentlichten Text „Hinter den Türen“ über eine Vater Sohn Beziehung. Anne Meinecke reflektierte zum Abschluss in „Aber an die Elbe muss ich immer“ über Dresden und ihre Beziehung dazu. Zwischen den einzelnen Textbeiträgen wurden Musik- und Foto-Collagen von Carlos Ampié Loría und Katja Ullmann eingespielt.

Die Lesung kann unter https://youtu.be/xs4_08k_R4k angesehen werden. Bis jetzt haben wir 191 Aufrufe.

Anne Meinecke und Katja Ullmann





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