09.03.2019  AJA in Dresden von 11.00 - 14.00 Uhr

Dresdner Zentralbibliothek im Kulturpalast

Thema: "Die deutsche Sprache- unser Werkzeug"

An dem Tag hatten wir zwei Gäste:

Frau Eva Maria Oelschlegel, Vorsitzende des Vereins Deutsche Sprache in der Region Dresden, Riesa und Herrn Axel Lehmann, Kabarettist und Werbetexter sowie Mitglied des Vereins Deutsche Sprache e.V. 

Zu Beginn ergriff unser FDA-Mitglied Horst Seidel das Wort und erinnerte uns alle daran, dass die Bemühung um die Pflege der deutschen Sprache bereits eine lange Geschichte hinter sich hat. Er zitierte einige Passagen aus einem Buch, das sich mit dem Thema befasst. 

Horst Seidel übergab das Wort an Frau Oelschlegel, die sich und den Verein Deutsche Sprache e.V. vorstellte. Ihr Vortrag trug den Titel „Die deutsche Sprache – unser Werkzeug“. Über sich selbst teilte uns Frau Oelschlegel mit, dass sie „Mathematiker“ von Beruf sei. Seit sie im Ruhestand sei, setze sie sich – gemeinsam mit den Mitgliedern des Vereins - für die Pflege und den guten Gebrauch der deutschen Sprache ein.  Der Verein, so Frau Oelschlegel, setzt den Schwerpunkt seiner Arbeit vor allem auf zwei Aspekte des gegenwärtigen Sprachgebrauchs: Den inflationären Nutzen von Anglizismen in der gesprochenen und geschriebenen Sprache sowie den oft und zunehmend – wie Frau Oelschlegel sinngemäß meinte - ad absurdum geführten Kampf um eine gendergerechte Sprache. Ein wichtiger Teil dieser Bemühungen sei eine Petition, mit deren Hilfe der Verein erreichen will, dass die deutsche Sprache ins Grundgesetz eingetragen wird. Denn die deutsche Sprache sei – ihrer Meinung nach – für die deutschen Bürger so wichtig wie die deutsche Fahne. Ziel des Vereins sei es, konstruktive Kritik zu üben, und da wo es möglich und angebracht ist, der deutschen Sprachgemeinde Lösungen anzubieten. Abschließend bot uns Herr Axel Lehmann zwei Proben seiner Kabarett-Kunst dar, in denen es wie nicht anders zu erwarten um Anglizismen und „Gender-Unfug“ ging – natürlich künstlerisch-literarisch überhöht, nicht selten gut pointiert und vor allem amüsant. 

Im letzten Teil unseres Treffens befassten wir uns mit internen Themen unseres Vereins und den anstehenden Aktivitäten.

Carlos Ampié Loría


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23.02.2019  AJA in der Bibliothek im DAStietz Chemnitz

AJA mit diversen Überraschungen, in kleinem Kreis, aber informativ.
Ich bin, trotz leichter Minusgrade, zu Fuß in die Innenstadt gegangen und kam genau 10:45 Uhr vorm Eingang der Bibliothek an. Wenig später trafen Anne, Iris und Lenard James ein. Mehr hatten sich für den heutigen Tag leider nicht angesagt und so suchten wir unseren bevorzugten Tisch in der unteren Etage der Bibliothek auf.
Anne und Lenard James hatten gerade die wichtigsten Finanzfragen geklärt, als zu unserer wirklich großen Freude ein junger Mann erschien, um als Gast an unserem Treffen teilzunehmen. Wieland Breitfeld, der selbst schreibt und Studentenradio macht.
Anne stellte in wenigen Sätzen unseren Verband vor, und jeder, oder vielmehr jede, was sie so treibt, denn Lenard James musste uns vorzeitig verlassen.
So kamen wir auch auf die Anthologien des FDA zu sprechen und von da auf meine zum Thema „Draculas bissige Verwandtschaft“. Damit begann dann auch gleich die Textarbeit, welche diesmal mehr aus Zuhören bestand.
Logisch, dass wir auch etwas von Wieland hören wollten, mit dem wir der Einfachheit halber gleich das Du vereinbart hatten.
Wenn etwas mit einer sprechergeschulten Stimme gelesen wird, ist der Genuss natürlich gleich doppelt so hoch. Und sein Schreibstil ist einfach herrlich. Egal, ob die Suche nach einem Adventskalender, oder der Besuch in einem Restaurant, wir kamen aus dem Lachen gar nicht mehr heraus.
Es wäre wirklich fantastisch, wenn er unser Vereinsleben nicht uninteressant finden würde, das war uns sofort klar.
Natürlich haben wir auch diverse organisatorische Dinge durchgesprochen, überlegt, wie wir zu neuen polnischen Kontakten kommen und versucht, Termine zu koordinieren.
Iris wird unser Zugpferd in Cheb sein, um an zwei Orten in Tschechien präsent zu bleiben. Sie knüpft auch fleißig Kontakte zu anderen Vereinen. Ich werde Sachsen wieder in anderen Bundes- / Ländern vertreten, so im April in Wunsiedel in Bayern, im Mai in Rees in Nordrhein-Westfalen und im Juni in Villandro in Italien.
Am Steinernen Wald lief uns Herr Hastreiter von der Bibliothek über den Weg, mit dem wir gleich noch über die Lesenacht im April sprachen.
Den Weg nach Hause trat ich mit dem Bus an, stellte fest, dass es plötzlich eine zusätzliche Haltestelle gab und ich, weil ich außerhalb arbeite, auch in Chemnitz immer wieder Neues entdecken kann, wenn ich alle paar Wochen zur AJA in die Innenstadt komme.


Sina Blackwood



Textwerkstatt mit Luise – AJA am 19. 1. 2019 in der Leipziger Stadtbibliothek

 

Als ich unseren neuen Raum im 4. Obergeschoss der Bibliothek betrat, erblickte ich nur Reina. Wahrscheinlich finden die anderen den Raum nicht, dachte ich und positionierte mich am Bibliothekseingang. Dort traf ich Luise und Hannelore. Gut, dann sind wir heute nur ein kleiner Kreis. Doch wie groß war meine Überraschung, als ich im Raum „Huldreich Groß“ weitere sechs Personen erblickte. Außer den FDA-Mitgliedern waren zwei frühere und zwei neue Interessenten gekommen. So folgte erst einmal eine ausführliche Vorstellungsrunde. Danach las Sabine aus ihrem geschichtlichen und autobiographischen Buch über das Dorf Zützen in der Niederlausitz. Elwira erzählte uns, dass ihr Roman in Polen erschienen ist und sie sich jetzt mit der Übersetzung ins Deutsche beschäftigt. Wenn der Roman in Deutsch vorliegt, könnten wir eine Lesung im polnischen Institut oder im Europa-Haus Leipzig organisieren. Nebenbei schreibt Elwira noch an einem SF-Roman und stellte Auszüge daraus vor. Und jetzt kam das Handwerk ins Spiel. Wie behält man in einem Roman den Überblick über die handelnden Personen? Luise empfahl einen Stichpunktkatalog. Weiterhin diskutierten wir über Spannungsaufbau, literarische Bilder und Lektorat. Da wir gerade bei Sciencefiction waren, traute sich auch Bodo, unser neuer Interessent, seine spannende Geschichte über das Klonen von Menschen vorzulesen und löste damit eine Diskussion über die Wahrscheinlichkeit aus. Zum Abschluss las Anne noch einen älteren Text über die Klimaerwärmung, der noch aktuell ist. Wie immer war die AJA viel zu schnell zu Ende. Wir treffen uns wieder am 6. 4. in der Leipziger Stadtbibliothek und sind gespannt auf die neuen Texte.

Anne Meinecke