Die ZUKUNFT sollte man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen


Dieser Spruch war in meinem Glückskeks, der am 30. 4. 19 zusammen mit dem Programm der Verlagspreisverleihung auf meinem Stuhl im Salles de Pologne in Leipzig lag. Beim Betreten des neobarocken Saales verschlug es mir fast die Sprache. Welch eine opulente Pracht! Erinnerte mich an Paris. Ob die Veranstaltung auch so glanzvoll wird? Rechts neben der Bühne lief schon die laute Wort-Klang-Bewegtbild-Installation von Anne Müller und Johannes Till. Der Sächsische Verlagspreis, dotiert mit 10.000 €, wird vom Landesverband des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, von den Landesministerien für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr sowie für Wissenschaft und Kunst verliehen. Mit diesem Preis wird der Mut unabhängiger Verlage für besondere verlegerische Leistungen gewürdigt. In Sachsen gibt es 140 Verlage, die sich zur Hälfte in Leipzig befinden, ein Viertel in Chemnitz und Dresden und das letzte Viertel verteilt sich auf die übrigen Gegenden. Den zweiten Sächsischen Verlagspreis, es wurde schon von Tradition gesprochen, erhielt die Connewitzer Verlagsbuchhandlung von Peter Hinke, da sie Tradition und Moderne verknüpft.
So werden Lene Voigt Texte, aber auch die von Absolventen des Leipziger Literaturinstitutes verlegt. Elmar Schenkel ging in seiner Laudatio auf die Anfänge des Verlages ein. Es begann 1988/89, als Peter Hinke die Untergrundzeitschrift „Sno‘Boy“ herausgab. 1990 gegründete er in Connewitz dann seinen Verlag mit dem „Connewitzer Kreuzer“. „Weil der Preis neben der Ehre auch Verpflichtung ist“, so Peter Hinke in seiner Dankesrede, „machen wir uns weiter Gedanken,
wie von der KNV-Pleite (Insolvenz des Großbuchhändlers Koch, Neff & Volckmar GmbH) betroffenen Verlagen geholfen werden kann.“ Er hätte lieber mit seinen Autoren und „Fettbemmen“ gefeiert und ein Teil des Geldes für die betroffenen Verlage verwendet. Immerhin hat er durchgesetzt, dass zur feierlichen Verleihung auch eine seiner Autorinnen zu Wort kommt. Und so las bzw. performte Ulrike Almut Sandig einige ihrer Gedichte. Beim anschließenden Sektempfang
wurden ein paar Häppchen, unter anderem mit Fett, gereicht. Vielleicht wird das am Büfett eingesparte Geld für ein Weiterbestehen der unabhängigen Verlage verwendet.


Anne Meinecke



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Besuch beim Nachbarn


Nach längerer Pause schaffte ich es endlich mal wieder zu der Freundesgruppe im tschechischen Nachbarland zu reisen. Um mir nicht selber unnötig Stress zu machen, legte ich meine Abreise von zu Hause auf den Sonntag. Das Zimmer war gebucht, die Sonne strahlte und ich machte mich frohgemut auf den Weg. Um zügig voran zu kommen, wählte ich die Autobahn Richtung Chemnitz. Und dann weiter über Oberwiesenthal Richtung Tschechien. Auf dem Erzgebirgskamm legte ich eine Staunepause ein. Da lag ja noch richtig dicker Schnee! Wie ich aus einem Gespräch erfuhr sollen es noch bis zu 80 cm auf den Loipen gewesen sein. Na. Das war ja was für mich Flachlandtiroler! Zum Glück waren aber die Straßen frei und gut befahrbar.

Über Jachymov ging die Tour weiter bis nach Svatava, wo sich mein Quartier befand. Am nächsten Morgen ließ ich es ruhig angehen. So gegen 11:00 machte ich mich auf den Weg Richtung Cheb. Ich hatte ja viel Zeit, da das Treffen erst am Abend angesetzt war. Die Sonne spielte auch wieder gut mit und ich konnte mich ein wenig in der Stadt umsehen. Historisch hat sie ja einiges zu bieten. Neben dem wunderschönen Dom gab es auch noch eine Burg, die allerdings gerade gründlich restauriert wird. Den Wanderweg der Mönche bin ich nur ein kurzes Stück gegangen. Ich bin nun mal nicht der typische Wanderer, eher Typ fußlahm. Deshalb habe ich mich lieber rund um den Marktplatz umgeschaut und die historischen Gebäude bewundert. Vom letzten Besuch kannte ich ja nur den dortigen Weihnachtsmarkt.

Am Abend war es dann so weit. Um 19:00 sollte das Treffen beginnen. Doch das Eintreffen der Teilnehmer zog sich bis 19:30 hin. Ich hatte mein deutsch/tschechisches Kinderbuch „Lustige Tierwelt“ dabei, welches ich im Laufe des Abends vorstellte.  Gleichzeitig verteilte ich Flyer zu diesem und weiteren meiner Bücher. Das macht in so fern Sinn als es sich um eine deutsch/tschechisch gemischte Gruppe handelt. Leider sind kaum junge Leute in der Gruppe, sodass eine vorausschauenden Zusammenarbeit schwierig ist. Gegen 21:30 verließ ich das Treffen in Richtung Unterkunft. Von dort ging es am nächsten Morgen zurück Richtung Hoyerswerda.

Iris Fritzsche


13.04.2019 Chemnitzer Lesenacht - Gemeinsam Lesen & Lauschen

18 bis 24 Uhr

 

Folgende Themenblöcke standen zur Auswahl:

18:15 Uhr | von Trollen, Held*innen und Hexen

19:45 Uhr | Weltall, Erde, Mensch

21:15 Uhr | von schwarzen Witwen und Detektiven

22:45 Uhr | Liebe und andere Desaster

wobei die beiden letzten Rubriken schließlich ab ca. 21:30 Uhr zusammengelegt wurden.

Elke und ich, wir hatten uns für Weltall, Erde, Mensch entschieden. Mit einem Schmunzeln, weil ein gleichnamiges Buch früher gern zur Jugendweihe verschenkt wurde.

Während Elke mit wunderschönen einfühlsamen Gedichten punktete, gab ich einen kleinen Familienrückblick in die 70er Jahre zum Besten, was für Lacher und schöne Erinnerungen besonders bei den älteren Zuhörern sorgte.

Zwischen den Themenblöcken gab es mitreissende Livemusik von YouMa und M. Mert Güney.Fakt ist, der FDA hat auf jeden Lesetopf den passenden Deckel.

 

 

Reni Dammrich


10.04.2019 Regionaltreffen des Vereins Deutsche Sprache

 

Eva Maria Oelschlegel, die Vorsitzende des Vereins Deutsche Sprache in der Region Dresden, gab mir den Tipp, auf der Leipziger Buchmesse den Stand der Regionalgruppe Leipzig des Vereins Deutsche Sprache zu besuchen. Ich hatte ein sehr interessantes Gespräch mit Beate Meckert, der stellvertretenden Vorsitzenden der Regionalgruppe Leipzig, die mich zum nächsten Treffen dieser Regionalgruppe einlud. Das Treffen fand am 10.04.2019 in der Universität Leipzig statt. Die Vorsitzende, Frau Angelika Snicinski-Grimm, hatte gebeten, Beispielfotos bezüglich der denglischen Werbung mitzubringen. Wir versuchten, die Werbebotschaft in ein pfiffiges Deutsch zu übersetzen und diskutierten darüber, wie man diese Botschaft erfolgreich den Ladenbesitzern mitteilt. Auf diesem Gebiet können wir auch mitwirken und z. B. eine Glosse über eine denglische Werbung oder die gendergerechte Sprache schreiben, die dann in der Vereinszeitung des VDS veröffentlicht werden könnte. Des weiteren haben wir eine gegenseitige Einladung zu Veranstaltungen vereinbart.

Der Messeauftritt des VDS wurde von den Besuchern sehr gut angenommen, da viele die denglische Werbung und die gendergerechte Sprache übertrieben finden.

 

Anne Meinecke



06. / 07.04.19    2. Fichtelgebirgsbuchmesse Wunsiedel

#Freiraum für Literatur


© Foto Angelika Müller


Einen umfangreichen Überblick könnt ihr euch hier, im Artikel der Frankenpost verschaffen, in dem auch über meine Lesung berichtet wird. 


https://www.frankenpost.de/region/wunsiedel/Ein-Paradies-fuer-Leseratten;art2460,6658431?fbclid=IwAR2Yl3iJbThpbP9YA4NlG-kqoKZH-7IbEtJ0hhWXpkuZyOuRCqdLf11N4oc

 

Anders, als bei mir eigentlich üblich, habe ich erst am Morgen sämtliche Bücherkisten und Messeutensilien im Auto verstaut. Acht große Kisten Bücher, zwei noch größere Boxen mit Werbe- und Aufbau-/Installationsmaterial, ein Plakatständer mit Zubehör, ein Zickzackwarenträger und der Plattenwagen wanderten in den Kofferraum. Wahrscheinlich der Marke „Schwarzes Loch“, denn es blieb noch Platz für einige Flaschen Orangensaft, den Laptop und den Steppmantel. Der kleine Koffer, ein Beutel mit Naschwerk jedweder Art, das Putzzeug für den Standaufbau und die Handtasche wanderten vor die Rückbank.

Starten, zwei Meter fahren und feststellen, dass das Navi ausgeschaltet war, sorgten bei mir für breites Grinsen. Es konnte ja nur noch besser werden. Äh ... ja ... bestimmt nachdem ich an der Tankstelle ewig angestanden habe, weil es Zeitgenossen gibt, die einfach nichts auf die Reihe bringen. Aber jetzt ... jetzt musste es besser werden!

Dass das Navi versucht hatte, mich durch die Innenstadt zu lotsen, war auf völlig taube Ohren gestoßen. Zwerge sind dickköpfig. (Wahrscheinlich hat es sich dann an der Tankstelle giftig-schadenfroh die Hände gerieben, als ich lange warten musste.)

Okay, zumindest kein Stau und kein Regen, bei einem Himmel, der wie geschmolzenes Blei, also mindestens dunkelgrau, aussah. Oha!

Nun ist die kurvenreiche und meist nur zweispurige Autobahn Richtung Franken auch nicht die, die ich übermäßig gerne fahre. Hier gibt es meist Stau, weil LKW die linke Spur verstopfen. Erstaunlicherweise kam ich gut durch und tauchte gleich hinter Wunsiedel in den Wald ein.

Das nächste Oha! Ich hatte absichtlich das Hotel nicht gegoogelt und ließ mich überraschen. Die Augen wurden mit jedem Meter größer, bis mich eine Schranke stoppte und der nette Herr der Aufsicht erklärte, ich müsse das Auto bei ihm auf dem Bezahlparkplatz stehen lassen.
„Echt? Das stand aber nicht in den Buchungsbedingungen des Hotels“, murmelte ich etwas verstört.
„Ach, Sie sind Übernachtungsgast?! Na dann lasse ich Sie durch. Oben gibt es ein paar Parkplätze.“
Ohhhhaaaa! „Ganz sicher???“ Ich betrachtete skeptisch die steile Auffahrt.
„Ja, ja.“ Er öffnete die Schranke.

Ich dachte bis zum diesem Moment, dass meine Augen schon die größte Weite erreicht hätten ... aber es ging noch einen Zacken schärfer. „Wow!“ Im ersten Gang schlich ich die schmale Straße hinauf, um nichts zu übersehen, und fühlte mich in eine fremde Welt versetzt. Ich fand sogar wirklich fünf Parkplätze für Gäste, von denen ich mir den mittleren griff.

Dann ging ich auf die Suche nach dem Eingang der Luisenburg. Natürlich in völliger Unkenntnis der Örtlichkeiten den längsten Weg, den man hier gehen kann. Die Tür war zu. Oha! Was denn nun?

Also noch ein paar Stufen weiter hinauf und in ein völlig leeres Restaurant ein zaghaftes: „Haaaalloooo?!“, rufen.

Juhuuu! Mein Flehen wurde erhört und ein paar Minuten später hatte ich den Zimmerschlüssel in der Hand. Eine schmale Treppe führte zwei Stockwerke höher. Irgendwie habe ich es geschafft, den Koffer und den Kleinkram hinauf zu bringen und in das hübsche kleine Zimmer ganz am Ende des Ganges zu bugsieren.

Balkontür auf und staunen ... das war fast irreal. Genau gegenüber, nur wenige Schritte weg, thronte der Eingang zur legendären Freilichtbühne der Festspielstadt Wunsiedel, daneben war gleich der Weg zum Felsenlabyrinth und überall, so weit das Auge reichte, Felsformationen, die einfach nur wunderschön und unglaublich waren. Nach einem Blick auf die Uhr krallte ich meine Kamera, um die ersten Fotos zu machen, solange die Sonne schien, die mit mir zusammen hier angekommen war.

Ich wollte aber auch pünktlich zum Standaufbau in der Fichtelgebirgshalle sein ...

Also Navi programmieren und den Berg wieder hinunter rollen. Nach gerade mal fünf Minuten Fahrt war ich schon am Ziel und ließ mir den Weg zu den Parkplätzen und einem Parkhaus beschreiben. Auch hier war ich von jeglicher Ahnung unbeleckt, was mich erwarten werde.

Mein Messestandplatz gefiel mir gleich auf den ersten Blick, die Hürde des Kopfsteinpflasters meisterte ich irgendwie auch noch mit dem Plattenwagen. Wobei ich froh war, mich nicht selber dabei beobachten zu müssen. Ich hätte sicher einen Lachanfall bekommen.

Ich borgte mir vom Landratsamt noch zwei große Tafeltücher, um meinen Tisch zu verkleiden, da ich ja wirklich völlig ahnungslos hier angekommen war und es in der Nähe nichts dergleichen zu kaufen gab. Nach nicht mal einer Stunde war aber alles aufgebaut und ich düste wieder zur Luisenburg hinauf, um eine ganze Stunde lang beim Gezwitscher unzähliger Vögel den Wald zu durchstreifen und mich zu freuen, an diesem Ort sein zu dürfen.

Die große Spinne, die bei meiner Rückkehr neben dem Bett saß, bat ich nur, das Selbige nicht zu betreten. Ich hatte keine Lust, das flinke Tier zu jagen, das flugs in irgendeinem Winkel verschwunden war. Tust du mir nichts, tu ich dir auch nichts.

Am nächsten Morgen, gleich nach dem Frühstück, bereitete ich mich auf den ersten Messetag vor. Würde es mir gelingen, das Wohlwollen der fränkischen Besucher zu bekommen?

Schon um die Mittagszeit konnte ich meine anfänglichen Befürchtungen nicht mehr begreifen. Das Interesse an meinen Büchern war rege und ich passte die Zeit ab, zu meiner Lesung der titelgebenden Geschichte meiner Anthologie "Die Viecher sind schuld!" ins Landratsamt gegenüber der Fichtelgebirgshalle zu gehen. Und kaum hatte ich begonnen, machte es innerlich "Oha!", denn eine Zeitungsreporterin fand sich ein, die eifrig fotografierte. Weil ich meine Texte nun mal nicht mit unbewegtem Nachrichtensprechergesicht, sondern mit der Mimik der Protagonisten, lese, machte ich mir keine Hoffnung auf Veröffentlichung.
Dann eilte ich wieder an meinen Stand, um mit Besuchern und Platznachbarn Spaß zu haben und natürlich Bücher zu signieren.

Gegen 18 Uhr fand ich mich wieder auf der Luisenburg ein, um nach dem Viech in meinem Zimmer zu schauen. Ein einziger prüfender Blick. Es war weg. Offensichtlich wusste es, woher der Ausdruck "Giftzwerg" kommt, und wollte es nicht selber austesten.

Am zweiten Messetag war der Besucheransturm, wie mir prophezeit worden war, noch größer und meine Buchbestände schrumpften überaus erfreulich. Dazu gab es diverse Lese-Einladungen und welche zur weiteren Zusammenarbeit. Mein Arbeitsbuch füllte sich zusehends mit Strichen und Notizen, die Kasse sich mit Scheinen, das Gesicht mit einem zufriedenen Grinsen.  Die Sonne hatte die letzten beiden Tagen zusätzlich vergoldet. Ein Blick in den Spiegel sagte: So sehen rundum zufriedene Zwerge aus.

Der Standabbau verlief genau so reibungslos wie der Aufbau, nur das Wegpflaster wippte mir mehrmals die Kartons vom Plattenwagen. Entnervt häufte ich sie auf und trug sie paarweise zum Auto. Dummheit muss bestraft werden. Ich hätte ja in die Tiefgarage fahren können, die mit dem Lift der Halle zu erreichen war.
Am Abend machte ich meine Abrechnungen und Statistiken, packte schon mal in den Koffer, was ich nicht mehr brauchte und bereitete mich auf die nächsten Projekte vor.

Als ich am Abreisemorgen den Frühstücksraum betrat, grinste mich vom Rand meines Tellers eine Minispinne an, die ich auf den ersten Blick für einen winzigen Baumwollfussel gehalten hatte.

Andere hätten sich jetzt vielleicht einen neuen Teller genommen, das Haus zusammengeschrien oder anderweitig eine große Welle gemacht.  Ich schob sie ganz einfach mittels der Serviette vom Tisch, ohne mich weiter stören zu lassen. Mit einem Schmunzeln dachte ich: Die Viecher sind eben an allem schuld! Wenn das mal kein Omen ist!

Drei Stunden später war ich wieder zu Hause und fand beim Googeln der Messe den Zeitungsbericht.

Hab mich natürlich tierisch (!) gefreut. Und warum? Weil daran nur die Viecher schuld sein können! Wie kommt man sonst in die "Frankenpost"?

 

Sina Blackwood



AJA am 6. 4. 2019 in der Leipziger Stadtbibliothek

 

Diesmal waren wir nur ein kleiner Kreis und es hatten auch keine neuen Autoren den Weg in unseren Raum in das 4. Obergeschoss gefunden. Vielleicht lag es ja an dem herrlichen Frühlingswetter. So waren wir unter uns und hatten viel Zeit für die Planung von Veranstaltungen im 2. Halbjahr.  Von Luise wurde die Idee geboren, eine Gemeinschaftslesung im Oktober oder November mit mehreren Leipziger Literaturvereinen in der Stadtbibliothek durchzuführen. Sie würde die Veranstaltung auch moderieren. Ich habe gleich eine Raumanfrage an die Bibliothek geschickt. Dann gab es noch Ideen für das Sommerfest 2020 und für neue Autorenkontakte in Cheb. Mal sehen, was sich entwickelt. Mit unseren Texten haben wir uns auch noch beschäftigt und u. a. eine Überschrift für mein Gedicht gefunden.

                                                                                                    

Anne Meinecke




30.03.2019 Unser Schülerprojekt zum Thema: "Blühende Landschaften"





Am 30. März 2019 fand im Chemnitzer Tietz zum Thema: "Blühende Landschaften" ein besonderer Nachmittag statt. Auf leisen Sohlen schlichen sich
auch „Die Glückssucher“ mit selbstgeschriebenen Texten hinein.

Am Projekt beteiligten sich fünf Schüler, die zum Thema „Glück“ kleine Texte verfassten und diese präsentierten. Hauptperson war die kleine Schnecke Ilse die auszog, das verschollene Glück zu befreien und somit die Welt zu retten. Unterwegs traf Ilse verschiedene Tiere aber auch Menschen, denen es an Zuversicht, Selbstvertrauen und Eigenwert mangelte.

Mit den gebastelten Schattenfiguren wurden diese Begegnungen dargestellt.

Die Schüler waren natürlich sehr aufgeregt, hatten aber trotzdem großen Spaß
beim Vortragen ihrer Dialoge.


E. Krauße
Projektleiter



Leipziger Buchmesse und tschechische Literatur

 

Da Tschechien in diesem Jahr das Schwerpunktland der Leipziger Buchmesse war, ergab sich die Gelegenheit, Radek Fridrich zu treffen und dabei auch gleich unsere deutsch-tschechische Lesung im Oktober im Děčíner Schloss abzusprechen. Aber zunächst ging ich zu seiner Lesung am Nationalstand der Tschechischen Republik. Er las aus seinem neu erschienenen Buch „Linie  S1“, in dem er jedem Haltepunkt der S-Bahn von Meißen nach Bad Schandau ein Gedicht gewidmet hat. Einige davon kannte ich schon von unserer Gemeinschaftslesung im Oktober 2017 in Děčín . Unsere nächste gemeinsame deutsch-tschechische Lesung wird am 12. 10. 2019 um 18.00 Uhr wieder im Barocksaal des Děčíner Schlosses stattfinden.

Danach informierte ich mich gleich noch am gegenüber liegenden Stand über den Deutsch-Tschechischen Zukunftsfond. Da sie auch kleine Projekte fördern, können wir unsere Idee einer deutsch-tschechischen Anthologie in den nächsten Jahren doch noch verwirklichen.

                                                                                                

Anne Meinecke









Ich war auch wieder mit meinem Stand und einer Lesung aus "Die Drachen des Aurëus" auf der LBM


Sina Blackwood

 

 

 

 





09.03.2019  AJA in Dresden von 11.00 - 14.00 Uhr

Dresdner Zentralbibliothek im Kulturpalast

Thema: "Die deutsche Sprache- unser Werkzeug"

An dem Tag hatten wir zwei Gäste:

Frau Eva Maria Oelschlegel, Vorsitzende des Vereins Deutsche Sprache in der Region Dresden, Riesa und Herrn Axel Lehmann, Kabarettist und Werbetexter sowie Mitglied des Vereins Deutsche Sprache e.V. 

Zu Beginn ergriff unser FDA-Mitglied Horst Seidel das Wort und erinnerte uns alle daran, dass die Bemühung um die Pflege der deutschen Sprache bereits eine lange Geschichte hinter sich hat. Er zitierte einige Passagen aus einem Buch, das sich mit dem Thema befasst. 

Horst Seidel übergab das Wort an Frau Oelschlegel, die sich und den Verein Deutsche Sprache e.V. vorstellte. Ihr Vortrag trug den Titel „Die deutsche Sprache – unser Werkzeug“. Über sich selbst teilte uns Frau Oelschlegel mit, dass sie „Mathematiker“ von Beruf sei. Seit sie im Ruhestand sei, setze sie sich – gemeinsam mit den Mitgliedern des Vereins - für die Pflege und den guten Gebrauch der deutschen Sprache ein.  Der Verein, so Frau Oelschlegel, setzt den Schwerpunkt seiner Arbeit vor allem auf zwei Aspekte des gegenwärtigen Sprachgebrauchs: Den inflationären Nutzen von Anglizismen in der gesprochenen und geschriebenen Sprache sowie den oft und zunehmend – wie Frau Oelschlegel sinngemäß meinte - ad absurdum geführten Kampf um eine gendergerechte Sprache. Ein wichtiger Teil dieser Bemühungen sei eine Petition, mit deren Hilfe der Verein erreichen will, dass die deutsche Sprache ins Grundgesetz eingetragen wird. Denn die deutsche Sprache sei – ihrer Meinung nach – für die deutschen Bürger so wichtig wie die deutsche Fahne. Ziel des Vereins sei es, konstruktive Kritik zu üben, und da wo es möglich und angebracht ist, der deutschen Sprachgemeinde Lösungen anzubieten. Abschließend bot uns Herr Axel Lehmann zwei Proben seiner Kabarett-Kunst dar, in denen es wie nicht anders zu erwarten um Anglizismen und „Gender-Unfug“ ging – natürlich künstlerisch-literarisch überhöht, nicht selten gut pointiert und vor allem amüsant. 

Im letzten Teil unseres Treffens befassten wir uns mit internen Themen unseres Vereins und den anstehenden Aktivitäten.

Carlos Ampié Loría


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23.02.2019  AJA in der Bibliothek im DAStietz Chemnitz

AJA mit diversen Überraschungen, in kleinem Kreis, aber informativ.
Ich bin, trotz leichter Minusgrade, zu Fuß in die Innenstadt gegangen und kam genau 10:45 Uhr vorm Eingang der Bibliothek an. Wenig später trafen Anne, Iris und Lenard James ein. Mehr hatten sich für den heutigen Tag leider nicht angesagt und so suchten wir unseren bevorzugten Tisch in der unteren Etage der Bibliothek auf.
Anne und Lenard James hatten gerade die wichtigsten Finanzfragen geklärt, als zu unserer wirklich großen Freude ein junger Mann erschien, um als Gast an unserem Treffen teilzunehmen. Wieland Breitfeld, der selbst schreibt und Studentenradio macht.
Anne stellte in wenigen Sätzen unseren Verband vor, und jeder, oder vielmehr jede, was sie so treibt, denn Lenard James musste uns vorzeitig verlassen.
So kamen wir auch auf die Anthologien des FDA zu sprechen und von da auf meine zum Thema „Draculas bissige Verwandtschaft“. Damit begann dann auch gleich die Textarbeit, welche diesmal mehr aus Zuhören bestand.
Logisch, dass wir auch etwas von Wieland hören wollten, mit dem wir der Einfachheit halber gleich das Du vereinbart hatten.
Wenn etwas mit einer sprechergeschulten Stimme gelesen wird, ist der Genuss natürlich gleich doppelt so hoch. Und sein Schreibstil ist einfach herrlich. Egal, ob die Suche nach einem Adventskalender, oder der Besuch in einem Restaurant, wir kamen aus dem Lachen gar nicht mehr heraus.
Es wäre wirklich fantastisch, wenn er unser Vereinsleben nicht uninteressant finden würde, das war uns sofort klar.
Natürlich haben wir auch diverse organisatorische Dinge durchgesprochen, überlegt, wie wir zu neuen polnischen Kontakten kommen und versucht, Termine zu koordinieren.
Iris wird unser Zugpferd in Cheb sein, um an zwei Orten in Tschechien präsent zu bleiben. Sie knüpft auch fleißig Kontakte zu anderen Vereinen. Ich werde Sachsen wieder in anderen Bundes- / Ländern vertreten, so im April in Wunsiedel in Bayern, im Mai in Rees in Nordrhein-Westfalen und im Juni in Villandro in Italien.
Am Steinernen Wald lief uns Herr Hastreiter von der Bibliothek über den Weg, mit dem wir gleich noch über die Lesenacht im April sprachen.
Den Weg nach Hause trat ich mit dem Bus an, stellte fest, dass es plötzlich eine zusätzliche Haltestelle gab und ich, weil ich außerhalb arbeite, auch in Chemnitz immer wieder Neues entdecken kann, wenn ich alle paar Wochen zur AJA in die Innenstadt komme.


Sina Blackwood



Textwerkstatt mit Luise – AJA am 19. 1. 2019 in der Leipziger Stadtbibliothek

 

Als ich unseren neuen Raum im 4. Obergeschoss der Bibliothek betrat, erblickte ich nur Reina. Wahrscheinlich finden die anderen den Raum nicht, dachte ich und positionierte mich am Bibliothekseingang. Dort traf ich Luise und Hannelore. Gut, dann sind wir heute nur ein kleiner Kreis. Doch wie groß war meine Überraschung, als ich im Raum „Huldreich Groß“ weitere sechs Personen erblickte. Außer den FDA-Mitgliedern waren zwei frühere und zwei neue Interessenten gekommen. So folgte erst einmal eine ausführliche Vorstellungsrunde. Danach las Sabine aus ihrem geschichtlichen und autobiographischen Buch über das Dorf Zützen in der Niederlausitz. Elwira erzählte uns, dass ihr Roman in Polen erschienen ist und sie sich jetzt mit der Übersetzung ins Deutsche beschäftigt. Wenn der Roman in Deutsch vorliegt, könnten wir eine Lesung im polnischen Institut oder im Europa-Haus Leipzig organisieren. Nebenbei schreibt Elwira noch an einem SF-Roman und stellte Auszüge daraus vor. Und jetzt kam das Handwerk ins Spiel. Wie behält man in einem Roman den Überblick über die handelnden Personen? Luise empfahl einen Stichpunktkatalog. Weiterhin diskutierten wir über Spannungsaufbau, literarische Bilder und Lektorat. Da wir gerade bei Sciencefiction waren, traute sich auch Bodo, unser neuer Interessent, seine spannende Geschichte über das Klonen von Menschen vorzulesen und löste damit eine Diskussion über die Wahrscheinlichkeit aus. Zum Abschluss las Anne noch einen älteren Text über die Klimaerwärmung, der noch aktuell ist. Wie immer war die AJA viel zu schnell zu Ende. Wir treffen uns wieder am 6. 4. in der Leipziger Stadtbibliothek und sind gespannt auf die neuen Texte.

Anne Meinecke