Rückblicke 2015


Weihnachts- /Jahresabschlussfeier 2015

Am 19.12.15 fanden wir uns alle in der Schlossschänke von Schloss Osterstein in Zwickau ein, um das Jahr 2015 in geselliger Runde ausklingen zu lassen. Evis Mühen hatten vollen Erfolg, nicht nur, weil wir dort feiern durften, sondern auch, weil der Weihnachtsmarkt im Hof und zwei unteren Räumen des altehrwürdigen Gemäuers, obwohl auf engstem Raum, einfach toll war. Bei einem kurzen Rückblick auf das Jahr von Anne, mit süßen Geschenken (im wahrsten Sinne des Wortes) für einige von uns für kreativen Zusatzstress J, der Bitte von Horst, um Beiträge für den nächsten Sachsenbrief, und vielen interessanten Gesprächen, flog die Zeit recht schnell dahin.

Mit vielen lieben Wünschen für Weihnachten und in der Hoffnung 2016 alle gesund wiederzusehen

Reni Dammrich

Die Bilder vom Weihnachtsmarkt und aus der Schlossschänke findet Ihr unter: http://fb.me/4cjn1tTPm

Hier noch mehr Bilder von Marlies: https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=1279126055437737&id=316013531748999


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04. - 06.12.2015 Arbeitstagung des FDA vom  in die Wolfsburg in Mülheim/Ruhr

Näheres auf www.fda.de


Zwischen Fantasy und Phantasie

Arbeitstagung des FDA „Fantasy – Genre zwischen Mythos und Manga“ vom 4. - 6. 12. 2015 in Mülheim/Ruhr

 

Märchenhaft, dieses weiße Schloss mit seinen Bogenfenstern, Erker und Türmchen. Wenn da nicht die Ideen sprießen, dachte ich, als ich die Wolfsburg, unseren Tagungsort, erspähte und in mir begann sich eine leise Vorfreude zu regen.Nachdem wir die Bundestagung erfolgreich beendet hatten, begann der erste Vortrag über die Entwicklung des Ruhrgebiets von Hans Kuhn.  Da im Muttental die Steinkohle fast an der Oberfläche lag und im Tagebau abgebaut werden konnte und bei Köln auch noch Braunkohle vorhanden war, entstanden  um 1900 die ersten Zechen, die Eisenerz verhütteten. Schon damals reichten die Arbeitskräfte nicht, so dass eine halbe Million polnische Arbeiter angeworben wurde. In den 1950iger Jahren, zu Zeiten des Wirtschaftswunders, lebten in der Region, die einen Durchmesser von 90 km hatte, über fünf Millionen Menschen in 53 Kommunen. Es war die größte Industrieregion Europas. Als die Stein- und Braunkohlevorkommen zu Ende gingen, wurde andere Unternehmen in der Region angesiedelt, u. a. ein Opel-Werk in Bochum bzw. die alten Fabriken wurden kulturell genutzt. Nach 1966 wurden die Fernuniversität Hagen sowie die Universitäten in Bochum, Dortmund, Duisburg und Essen gegründet. Heute wird im Ruhrgebiet wieder zu 41% Landwirtschaft betrieben.

Nachdem wir uns an einem leckeren Büfett gestärkt hatten, folgte der Vortrag von Dr. Frank Weinreich über die Bedeutung und die historische Entwicklung der Fantasy-Literatur, dem Genre der unbegrenzten Möglichkeiten. Der zentrale Inhalt dieses Genre ist die Annahme des faktischen Vorhandenseins und Wirkens metaphysischer Kräfte oder Wesen. Fantasy wurzelt im Mythos und der Sagenwelt und berichtet vom Unmöglichen. Es muss ernsthaft erzählt werden, aber es besteht  kein Anspruch auf Wahrhaftigkeit. Science Fiktion dagegen berichtet vom noch nicht Möglichem. Es verstößt nicht gegen die bekannten Naturgesetze, Fantasy schon. Aus den Mythen, Sagen und Legenden der Antike und des Mittelalters entwickelte sich die Fantasy- und die  Science-Fiktion-Literatur der Neuzeit. Besonders der 1. Weltkrieg übte einen prägenden Einfluss aus.

Von den „Short Shorts“ der Tagungsteilnehmer, die anschließend gelesen wurden, ist mir besonders die Geschichte von Inge Beer über ihre eigene Beerdigung in guter Erinnerung geblieben.

Am nächsten Tag arbeiteten wir mit Dr. Manfred Luckas am Mythos. Der Mythos hat nie stattgefunden und kann dadurch immer neu erzählt werden, ist also ein zeitloses Bild. Die Mythen versuchen durch das Erzählen Schrecken umzuwandeln und ihn dadurch zu bannen. Erstaunlich, wie viele Mythen wie Nike, Phaeton oder Hermes wir aus unserem Alltag kennen. Manchmal scheint allerdings deren Bedeutung nicht ganz klar zu sein. Als nächstes untersuchten wir, wie unterschiedlich sich Schriftsteller dem Mythos von Max Schmeling, Herkules und Ikarus näherten. Durch Weglassen bzw. Hinzufügen von Informationen schufen sie verschiedene Schwerpunkte. Nun durften wir selbst über unsere Mythen schreiben und die kleinen Geschichten dann vorlesen. Sie reichten von Familien- bis zu Heldenmythen.

Im nächsten Workshop klärte uns Prof. J. Martin über die Strukturen, Plots und Charaktere der Fantasy-Erzählungen auf. Die Dramaturgie basiert auf einer Eskalation von Konflikten, die aufeinander aufbauen. Das Grundgerüst ist oft die Heldenreise ( Ruf zum Abenteuer,  Verweigerung des Rufs, dann doch Aufbruch, Abenteuer (Prüfungen), Überschreiten der Schwelle (zur Unterwelt), Lösen der Aufgaben zum Teil mit übernatürlicher Hilfe oder eines Amuletts oder Elixiers,     Verlassen der Unterwelt, Zurückkommen in die Alltagswelt, Retten der Welt durch neues Wissen bzw. neuer Macht). Die Heldenreise spiegelt den Lebenslauf wieder bzw. sie kann auch wie in der Odyssee eine Heimreise sein. Diesem Schema folgen oft die griechischen Dramen. In der modernen asiatischen Fantasy folgt nach der Einleitung die Entwicklung, dann die plötzliche Wendung und zum Schluss die Conclusion. Es ist ein Konflikt zwischen Vorstellung und Erwartung. Die japanischen Fantasy-Geschichten beginnen mit Liebe, Glück und Frieden, gefolgt von Kriegern und Schlachten, dann kommt der Pathos und die Tragödie, anschließend erfolgt eine Reise mit Musik und Tanz und wieder die Rückkehr zu Liebe, Glück und Frieden. Eine weitere Möglichkeit ist der Repetition-Break, wenn sich Dinge wiederholen, oft dreimal, bis sie überraschend aufgebrochen werden. Diese Erzählstruktur findet sich oft in Märchen, wenn z. B. drei Prüfungen abgelegt werden müssen. Dann gibt es noch das verschachtelte Erzählprinzip, wie in „Tausend und eine Nacht“, in der auf mehreren Ebenen erzählt wird.

Der Plot beruht auf dem Konflikt zwischen Protagonist und Antagonist, der nicht immer gut bzw. böse sein muss, sondern die beiden können, wie bei Antigone, auch unvereinbare Interessen haben.

Als Charaktere gibt es nicht nur den Protagonisten und den Antagonisten, sondern häufig auch den Wächter und den Anti-Wächter (Contagonist), der den Protagonisten zum Bösen verführen, aber nicht vernichten will, den Skeptiker, den Vernünftigen, den Impulsiven, den Mentor und den treuen Komiker. Der Protagonist muss nicht der Hauptcharakter sein, wodurch aus verschiedenen  Perspektiven erzählt werden kann. Ein Beispiel hierfür sind die Kriminalgeschichten von Sherlock Holmes und Dr. Watson. Während  Sherlock Holmes als Protagonist die Handlung vorantreibt, sieht der Leser das Geschehen durch die Augen von Dr. Watson, der auch nach links und rechts schauen und die Handlung reflektieren kann.

Nach dem Mittagessen konnten wir unserer Phantasie und Kreativität freien Lauf lassen und entweder mit Blei- oder Kohlestift, Wachskreide, Acryl- oder Aquarellfarben oder mit Stoff, Vlies, bunten Bändern, Glitzerfäden und vielem mehr unsere Phantasiefigur oder -landschaft erschaffen. Nach einer kurzen Überlegungsphase und mit den Hinweisen von Rosemarie Bühler und Marlies Strübbe-Tewes hantierten alle eifrig mit den verschiedenen Materialien. Für diesen Workshop hätte ruhig mehr Zeit eingeplant werden können; gab es doch so viele unterschiedliche Dinge, die wir alle gern ausprobiert hätten. Aber um 15.00 Uhr war noch ein Ausflug zum Duisburger Binnenhafen geplant, so dass wir uns beeilen mussten.

Nach einer kurzen Busfahrt waren wir schon in Duisburg angekommen, da die beiden Städte so eng zusammen liegen dass man gar nicht merkt, wie die eine in die andere übergeht. Die Führung begann am Rathaus, wo sich im Mittelalter ein fränkischer Königshof befand. Dieser lag unmittelbar am Rheinufer, was schwer vorstellbar ist, da der Rhein im Jahre 1000 sein Bett westwärts verlagerte. Wir schauten noch kurz in die daneben stehende spätgotische Salvatorkirche, die erstmals 1316 urkundlich erwähnt wurde. Danach verließen wir die Anhöhe und liefen zum im 19. Jahrhundert angelegten Binnenhafen, der aus einem bis ca. 1400 toten, aber schiffbaren Rheinarm hervor ging. Hier floss vor vielen Jahrhunderten der Rhein, der bis ins 5. Jahrhundert die Grenze zum römischen Reich bildete. Kalter Wind pfiff uns um die Ohren, obwohl das Thermometer Plusgrade zeigte. Trotzdem standen wir staunend am Wasser und betrachteten die alten Getreidemühlen und Speichergebäude, die, zusammen mit interessant gestalteten Neubauten wie Five Boats, zu Bürogebäuden, Museen, Gaststätten und Wohnungen umgebaut wurden waren. Sogar die alten Hafenkräne stehen noch an ihrem Platz. Danach liefen wir durch den Garten der Erinnerung, vorbei am neugebauten jüdischen Gemeindezentrum und der Synagoge und überquerten auf kleinen Brücken die schmalen Kanäle, die mitten durch eine Wohnanlage fließen. Hier wohnt es sich sicher sehr angenehm und der Bootsliegeplatz ist ganz in der Nähe. Ein wirklich sehr gelungenes Beispiel für den Strukturwandel im Ruhrgebiet.

Nach dem Abendessen kamen wir am Büchertisch bei einem Glas Sekt ins Gespräch und den Tagesabschluss bildeten wieder die „Short Shorts“ der Tagungsteilnehmer. Die Geschichten wurden in einem Reader veröffentlicht und können nachgelesen werden.

Am nächsten Morgen durften wir unsere eigene Welt erschaffen. Doch zuvor bekamen wir von Dr. Regina Schymiczek noch eine Einführung. Die High Fantasy beschäftigt sich mit der Entwicklung von Reichen und Imperien und folgt einem umfangreichen Gesamtkonzept. Ein Beispiel hierfür ist „Der Herr der Ringe“. Die Low Fantasy beschränkt sich dagegen auf einzelne Charaktere und deren Alltagsleben und die Contempery Fantasy ist die zeitgenössische Fantasy. Jetzt sollten wir uns überlegen, in welcher Welt, welcher Zeit und mit welchen Personen unsere Geschichte handelt und die Einleitung schreiben. Wie waren wir erstaunt, als wir danach unser Blatt an unseren linken Nachbarn weiterreichen und die Geschichte unseres rechten Nebenmannes zu Ende bringen mussten. Nach anfänglicher Verwunderung schrieben alle fleißig. Beim Vorlesen der Geschichten waren wir über die Ergebnisse ganz erstaunt. Jeder hatte sich in den Text des anderen eingefühlt. Spontan bot Uwe Kullnick an, die entstandenen Geschichten in der Literaturzeitschrift LITERÀBILES zu veröffentlichen.

Mit einer kleinen Kabarettnummer ging diese erlebnisreiche Tagung zu Ende. Mit meiner Phantasielandschaft unter dem Arm verließ ich froh und gutgelaunt die Wolfsburg. Eigentlich hatte ich gar nicht kommen wollen...

 

 Anne Meinecke


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Unsere Lesung in Plzên

  

Der FDA Sachsen bekam von Frau Prof. Mehnert eine Einladung zu einer Lesung an der germanistischen Fakultät der Universität Plzên. Und so fuhren Anne Meinecke, Almut und Rolf Fehrmann sowie Ellen und Hermann Friedrich am 18. 11. 2015  nach Plzên.

  

Nachdem wir unser Hotel bezogen hatten,  warfen wir einen kurzen Blick aus dem Fenster und waren begeistert von dem wunderschönen historischen Markt mit den restaurierten Häusern aus dem Mittelalter. Frau Prof. Mehnert empfing uns in der Hotelhalle und begleitete uns als Stadtführerin durch die Altstadt. Besonders gefiel uns das markanteste Bauwerk der Stadt, die St. Bartholomäus-Kirche mit ihrem mächtigen gotischen Schiff. Eindrucksvoll war für uns auch die große Synagoge, die zweitgrößte in Europa. Frau Prof. Mehnert wies uns auch auf zahlreiche imposante Jugendstilgebäude hin, auf viele kleine Geschäfte und Cafés sowie auf ein kleines Museum mit dem Namen Josef Skrupa, dem Schöpfer von „Spejbl und Hurvinek“. Plzên ist nicht nur bekannt durch sein Bier und die Skoda-Werke, sondern ist 2015 auch Kulturhauptstadt Europas. 

Am späten Nachmittag fand die Lesung vor den Master-Studenten in der deutschen Bibliothek statt. Frau Prof. Mehnert hob in ihren Einführungsworten die Bedeutung der deutsch-tschechischen Beziehungen hervor. Anne, Almut und Hermann erzählten den Studenten, wie sie ihre Lust zum Schreiben entdeckten und lasen anschließend ihre Geschichten vor. Anne erzählte emotional sehr bewegend, wie schwer es war, nach der Wende wieder Fuß zu fassen im Leben und im Beruf als Frau und Mutter. Passend zur Weihnachtszeit las Almut ihre Weihnachtsgeschichte aus unserer neuen Anthologie. Natürlich hat sich jeder dabei an seine eigene Kindheit erinnert. Hermann trug Gedichte und Reime vor, wobei nochmals klar wurde, wie schwer die deutsche Sprache für Ausländer sein kann. In seinem Gedicht „Die Lärche“ wussten die Studenten nicht, ob ein Vogel oder ein Baum gemeint ist. Während der Lesung spürte man, dass die jungen Leute aufmerksam das Dargebotene verfolgten und interessiert zuhörten. In der anschließenden Diskussion stellten sie gezielt Fragen. Zum Abschluss lasen die Autoren noch einmal. Es war eine sehr schöne Veranstaltung mit jungen Leuten, die Lust auf Literatur hatten. Frau Prof. Mehnert verabschiedete uns mit dem Wunsch: „Es wäre schön, wenn wir uns im nächsten Jahr wiedersehen.“

Den Abend verbrachten wir bei einem langen Abendessen und einem Pilsener Bier in einem netten Lokal.

 

Ellen Friedrich


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Merci Dachdecker 


AJA im tietz Chemnitz am 14.11.2015 von 11 bis 14 Uhr


Anwesende: Anne Meinecke, Almut Fehrmann, Reina Darsen, Elke Krause, L.J. Cropley


Der November machte nach sommerartigem Wetter ab heute seinem sonstigem Flair alle Ehre. Kalt, regnerisch, trüb. Wohl deswegen fanden nur wenige FDA Mitglieder den Weg ins tietz. Im Bereich der Stadtbibliothek Chemnitz saßen wir zusammen und besprachen als Erstes unsere Weihnachts-Anthologie. Anne hatte eine Art Druckfahne vom Verlag mitgebracht. Das Cover soll nun doch Angelika Erdbeer malen, dieser Wunsch stand nach Sichtung ihrer Kapitel-Zeichnungen von den im Buch vertretenen Autoren im Raum. Wir werden sehen, was daraus geworden ist. Aus Zeitgründen, um das Buch noch zur Weihnachtsfeier verteilen zu können, ist es nicht möglich nochmals darüber abzustimmen. Außerdem beredeten wir noch das Erscheinungsbild hinsichtlich Schriftgröße- und  Art. Es wurde beschlossen, den Zusatztext zu verkleinern, das es das weihnachtliche Gesamtbild stört. Innen ist ja die Zugehörigkeit des FDA ausreichend erläutert. Es lesen noch diverse Mitglieder (oder deren Ehepartner) Korrektur. Ein guter und wichtiger Gedanke, sind doch die Autoren und Lektoren inzwischen „betriebsblind“. Trotz aller Sorgfalt wird es nicht zu verhindern sein, dass hier und da ein Fehler bleibt.

Weiterhin besprachen sich Almut und Anne noch zu einer bevorstehenden Lesung in Pilsen, wofür ihnen viel Erfolg gewünscht sei.  

Die Ausgabe der Anthologie wird zur Weihnachtsfeier in Zwickau geschehen. Wer sich noch nicht bei Anne gemeldet hat, sollte dies bitte nachholen. Außerdem werden Mitfahrgelegenheiten gesucht. Wer fährt mit dem Auto und kann jemanden mitnehmen? Bitte auch bei Anne Bescheid sagen. (oder auch Zug-Mitfahrgelegenheiten)

Überleitend zum aktuell eher traurigen Tagesgeschehen, was wegen seiner Brachialgewalt nicht außen vor gelassen werden konnte, gab es Lichtblicke zu berichten. Die arabisch/ deutsche Lesung in Leipzig war mit dem FDA Mitglied Peter Zech ein Erfolg. Der Raum hätte keine Kapazität für mehr Zuhörer als 50 gehabt und es war ein schöner Abend gewesen. Im Anschluss gab es rege Gespräche und besonders die ausländischen Mitbürger bedankten sich für ein wenig Normalität an diesem Tag. (Dazu gibt es einen gesonderten Text auf der FDA Seite)

Horst Seidel bittet um die Zuarbeit für den Sachsenbrief. Das Thema für die Schreibecke lautet „Heimat“. Wer Lyrik und Prosa hat, möchte sie bitte auch Horst zukommen lassen.

Das neue Theaterstück „Ach so ist das“ von Luise Wilsdorf hat seine Premiere am 29.11.2015 um 19.30 Uhr im Neuen Schauspiel in Leipzig. Wer noch Karten möchte, schnell an Anne wenden.

In der Textarbeit besprachen wir Elkes „Der kleine Prinz begegnet auf dem Planeten E-R-D-E einem Dachdecker“. Ein Geschichtchen nach dem Vorbild von Saint De-Exupéry, das heutige Schüler mit Förderbedarf auf die Berufswelt vorbereiten soll. Der Text überzeugte sofort und regte Diskussionen zu Joborientierung und heutigem Denken über das Handwerk an. Weitere Ideen zu verschiedenen Berufen der Schüler möchte uns Elke nächstes Mal vorstellen. Es ist immer interessant zu erfahren, was der Jugend dazu einfällt.

Almut wiederum gab uns Einblicke in ihr Schaffen der Trilogie ihrer Frankreich-Reisen-Texte und der Zusammenarbeit mit Luise. „Rouen, Jungfrau und General“ so der Name eines Kapitels. Es wurden Buch-Titelideen besprochen, sowie Hinweise zu Lektorat und Umfang der Geschichten gegeben. Großes Thema wie immer: Redundanz. Wenn der Autor selbst merkt: Das will ich gar nicht in meinem Text haben. Dann kann es getrost weg. Und: Verfasstes sollte immer laut (vor) gelesen werden. So hört man Stolperstellen und kann sie gleich bearbeiten.

Anne verlangte einige Vorstellungskraft von uns, indem sie uns ihr Werk „Hypezig“ zu Gehör brachte. Kritik einer Leipziger Bürgerin über die Abendveranstaltung am Augustusplatz von „1000 Jahre Leipzig“. Zum Glück hatte sie einige LVZ Zeitungsausschnitte dabei, das machte es uns leichter, die Ungetüme/ Roboter/ Kuriositäten zu imaginieren, die die Messestadt für ihr Jubiläum hatte anfertigen lassen. Da kam spontan die Frage auf: Ist das Kunst oder kann das weg? Es blieben viele Dinge ungeklärt, jedoch war Annes „Zeigefinger“ deutlich geworden. Noch ein Gag gefällig? Leipzig sollte wohl „Likezig“ (von Englisch like/ mögen und der Endung zig)  oder „Leipzig – the better Berlin (- das bessere Berlin) heißen. Ähm....ja. Noch jemand Kaffee?

Beendet wurde die AJA von einem kleinen Sechszeiler L.J. Cropleys. Mehr als Notiz und mal abends verträumt hingekritzelt, vermittelte er doch große Wirkung. Wie ist das mit der Vergangenheit und der Zukunft? Mögen wir die Gegenwart? Es ist das, was wir selbst gestalten oder aushalten müssen oder genießen können. Tja, alles was greifbar ist, verliert manchmal an Faszination....

 

Diese AJA war für 2015 die letzte. Das Jahr beendet dann die Weihnachtsfeier am 19.12. in Zwickau. Bis dahin also :-).                                                                         
Lenard James Cropley

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AJA am 24.10. 2015, 10.00 – 13.00 Uhr in der Bibliothek in Dresden


Teilnehmer: Anne Meinecke, Reina Darsen, Angelika Erdbeer, Iris Fritzsche, Reni Dammrich, Katja Ullmann, Carlos Ampie Loria, Horst Seidel

 

Leerstellen in der modernen Prosa


Wie immer trafen wir uns bei strahlendem Sonnenschein vor dem Haupteingang der Bibliothek, um gemeinsam hinein zu gehen und uns von Horst die vielen Möglichkeiten der Leerstellen in der modernen Prosa aufzeigen zu lassen.

Die erste Leerstelle des Tages war allerdings der Platz von Iris, die sich im Stau herumprügelte und eher den, hoffentlich ausreichend großen, leeren Stellen zwischen zwei Fahrzeugen Aufmerksamkeit schenken musste, als an Prosa zu denken. Was ihr wiederum etwas später eine Idee für die, von Horst von uns geforderte, 20-Zeilen-Geschichte einbrachte.

Aber beginnen wir von vorn, mit einer Leerstelle im Stil eines kurzen Zeitsprunges, obwohl die Geschichte am Ende „Ankunft in Dresden“ zum Inhalt haben sollte.

Anhand mitgebrachter Texte fahndeten wir nach Leerstellen zwischen Kartoffeln, die Reina mit großem Mut erkämpft hatte und Geistern der Kindheit, welche Carlos’ Oma ein Leben lang begleiteten.

So vielfältig, wie die Möglichkeiten, eine Leerstelle bewusst oder unbewusst einzusetzen, waren auch die Geschichten, die wir Horst schließlich als Ergebnisse der Aufgabenstellung präsentierten.

Die einen beschrieben das körperliche in Dresden Ankommen, die anderen das mentale, das hier Zuhausesein.

Nach so vielen Leerstellen auf den Papier und in den Gedanken der Leser, meldeten schließlich auch unsere Mägen entstandene Leerstellen an. Also tigerten wir nach Gegenüber in ein asiatisches Restaurant, wo Horst Plätze reserviert hatte, um die Leere im Magen gegen Wohlbefinden auszutauschen, ehe wir den Heimweg antraten.

  

Nun füge ich eine bewusste Leerstelle ein, weil einige schon wieder auf meinen persönlichen Reisebericht warten, denn Reisechaos und ich gehören zusammen, wie siamesische Zwillinge.

Nachdem mein Zug in Chemnitz wieder mal 15 Minuten Verspätung hatte, hielt er genialerweise genau so, dass sich die Tür direkt vor meiner Nase öffnete. Rein, Platz entern und aufatmen, weil ich endlich der Kälte auf dem Bahnsteig entronnen war, geschahen fast gleichzeitig. Ein Wunder, dass sich kein Kondensstreifen beim Einstiegen zeigte.

  

Die Plätze auf beiden Seiten des Abteils vor mir belegte eine deutsche Familie mit 5 Kindern, der Lärmpegel lag knapp unter dem eines startenden Flugzeugs und das bis Dresden, wo ich aus dem Bahnhof eilte und wenige Meter vor der richtigen Straßenbahn die Haltestelle erreichte und trotz allem pünktlich zur AJA kam.

Den Rückweg trat ich Richtung Bahnhof zu Fuß, zusammen mit Anne und Reina an. Bei dem wundervollen Wetter schon fast ein Muss.

Ich hatte meinen Zettel mit den verschiedenen Zugverbindungen irgendwo in der Tasche verramscht, erspähte aber gleich auf dem ersten Gleis einen Zug in die richtige Richtung – Abfahrt in 2 Minuten.

Den beiden Frauen rasch zuwinkend, rannte ich auf den Bahnsteig und versuchte, die Türen zu öffnen. Zwei Männer probierten erfolglos das Gleiche und hatten gerade den dritten Waggon erreicht, als dieser plötzlich ohne uns losrollte. Da hatte der Zug vor zwei abgekoppelten Wagen gestanden! Ich raufte mir die Haare!

Mit hängenden Ohren schlich ich davon, um nun den Zug zu nehmen, den ich mir per Aufdruck auf dem Ticket eigentlich ausgesucht hatte. Der war gerade zwei Gleise weiter eingefahren und der Lokführer stieg aus, um Essen zu gehen. Etwas verunsichert stieg ich ein, in der Angst, es könne plötzlich doch noch etwas anders auf der Anzeige erscheinen, als Endbahnhof Hof. Blick auf die Uhr – noch fast eine 3/4 Stunde Zeit.

Inzwischen füllten sich die leeren Plätze und Stellen mit Reisenden und Koffern. Genau vor mir platzierte sich eine arabische Familie mit vier Kindern im gleichen Alter wie die auf der Hinfahrt, was mich interessante Vergleiche ziehen ließ.

Diese Vier hier wuselten zwar auch durch die Gegend, wie es Kinder nun mal tun, sangen aber die meiste Zeit miteinander und hatten in Zimmerlautstärke Spaß. Die Kleinen übten Deutsch, wie sie es wohl im Kindergarten gelernt hatten: „A – a – Auto, a – a – Apfel. B – b – Bus …“ Ich schmunzelte vergnügt in mich hinein.
Dabei sagte die Mutti fast schüchtern und wie um Entschuldigung bittend, als der Jüngste immer wieder an mir vorbeisauste: "Kinder, vier Stück" und hob beinahe hilflos die Hände.

Ich setzte mein fröhlichstes Lächeln auf, als ich entgegnete: "Alles ist gut."

Das brach wohl schlagartig das Eis. Denn plötzlich hielt ich ein fremdes Mobiltelefon in der Hand und durfte für einen anderen arabischen Reisenden dessen Freund erklären, wo sich der Reisende gerade befand und was sonst noch an wichtigen Informationen auf dem Ticket stand.

Logisch, dass ich, genau neben der Tür sitzend, auch selbige für die Muttis mit Kinderwagen oder zwei Kleinen an der Hand aufhielt, ohne dafür aufstehen zu müssen.

Beim Aussteigen Dankbarkeit in vielen Augen und Worten für das, was für mich menschlich und selbstverständlich ist.

  

Und noch eine Leerstelle zum Nachdenken.

Auch wenn wir Asyl nicht zum Thema im Sachsenbrief machen wollen, weil es inzwischen regelrecht abgedroschen wirkt, gehen wir in unseren kleinen Gesten trotzdem darauf ein. Das ist für die, die es betrifft, wohl wichtiger, als viele Worte darüber zu verlieren.

 

  

Reni Dammrich aka Sina Blackwood

  

(Obwohl man Leerstellen nicht erklären soll, diese Letzte ist mir wichtig: Menschlichkeit steht für alles, was ich schreibe, unter welchem Namen auch immer.)

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Jahrestreffen des FDA in Mariánská / Jachymov 2015

https://www.facebook.com/media/set/?set=a.1185134881503522.1073741849.316013531748999&type=3

(Ich hoffe, dass Ihr den Link aufrufen könnt)

Ich hab es ja schon immer gesagt! Petrus ist ein Fan des FDA-Landesverbandes Sachsen. Diesmal war das Wetter wieder extra schön. Auch bei vorherigen Veranstaltungen hat er uns immer genau das Zeitfenster gegeben, in welchem wir unsere Wanderlesungen trocken zu einem guten Ende bringen konnten.
Jetzt sehe ich vor meinem geistigen Auge schon alle jene auf einen Bericht lauern, die genau wissen, dass sie ein grandioses Wochenende verpasst haben. Na gut, ich lasse Euch nicht länger zappeln:
Wie immer reisten wir in kleinen Gruppen oder einzeln per Auto ins beschauliche Mariánská bei Jáchymov, um uns mit Roman Josef Dobias, dem tschechischen Kollegen, zu zwei spannenden Tagen zu treffen.
Natürlich gab es zur richtigen Einstimmung ein zünftiges Mittagessen mit Knödeln. Carola sorgte gleich anschließend dafür, dass wir uns einen winzigen Teil davon bei einem Rundgang auf dem Plateau des Keilberges (Klínovec) abwandern konnten. Ziemlich betroffen standen wir vor den langsam verfallenden Gebäuden auf dem Gipfel des Berges, die die einstige Schönheit der Bauwerke gerade noch erahnen lassen. Zumindest gibt es moderne Liftanlagen, ausgeschilderte Wanderwege und einen Ausblick, den man auch mit tausend Worten nicht ausreichend beschreiben könnte. Wir hatten das Glück unter einem postkartenblauen Himmel die bewaldeten Bergzüge als bläuliche Silhouetten erahnen zu können.
Einer, der das wundervolle Erzgebirge nicht mit Worten, sondern mit Farben pries, war Gustav Zindel, dessen Grab wir in Loučná pod Klínovcem (deutsch: Böhmisch Wiesenthal) gleich nach unserer Bergtour besichtigten. Hier liegt auch der letzte Keilbergwirt begraben. Carola verriet uns wieder Fakten und Hintergründe. Sie schürte die Lust, immer noch mehr zu sehen und zu erfahren. Auch wenn gerade dieser Totenacker mit brachialer Gewalt auf die Vergänglichkeit aller Dinge hinwies. Nur die Gräber der Gustav Zindels, seines Sohnes und des Wirtes sind gepflegt. Im übrigen Friedhofsgelände ist zwar Gras gemäht, aber kaum ein Grabmal oder Gedenkstein, an dem nicht der Zahn der Zeit mit großen Bissen genagt hätte. Die anderen Grabstätten werden zumindest von unzähligen Wildblumen verschönt. Wer sollte sich auch kümmern, wenn keine der alten Familien mehr hier lebt?
Noch ein kurzer Spaziergang zwischen blumenübersäten Wiesen, vorbei an Preiselbeeren und wildem Asparagus, welchen ich hier, in der immer zugigen Höhe nicht erwartet hätte.
Pünktlich zum Kaffee waren wir in der Pension zurück, um unsere Mitgliederversammlung abzuhalten. Na klar, haben wir wieder mehr Zeit benötigt, als wir veranschlagt hatten. Die mitgereisten Ehegatten frönten inzwischen dem Zeitvertreib in sonniger Landschaft. Zumindest haben wir das Abendbrot nicht verpasst. Was auch eine arge Sünde gewesen wäre. Tschechisches Essen ist nun mal lecker.
So gestärkt gingen wir dazu über, den Abend mit Lesetexten, Liedern und viel, viel Gelächter zu würzen. Ist ja auch kein Wunder, wenn uns Angelika vorträgt, wie man mit Kirschbaum und Protzkommode das Eheleben gestaltet.
Irgendwann um die Tageswende, also null Uhr und zerdrückte, zogen wir es langsam in Betracht, uns in die Betten zu verabschieden.
Für Tag 2 erwartete uns nämlich noch die AJA mit Luise. Diesmal entwirrte sie akribisch das Spiel von Evelines Kleiderbügeln. Damit Evi nicht doch noch nackt aus dem Haus gehen muss, wie Almut mit Gedanken an „Des Kaisers neue Kleider“ schon befürchtete.
Passende Kleider hin oder her, das Abschiedsmittagessen hätten wir nicht freiwillig ausfallen lassen! Schließlich heißen wir FDA und nicht FdH.
Wie immer gebührt ganz großer Dank allen, die dieses Wochenende organisiert haben, sowie Carola, unserer fantastischen Fremdenführerin und Petrus, damit er uns auch im nächsten Jahr wieder wohlgesonnen ist.

Reni Dammrich


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Sommertreffen 2015 in Wüstenbrand  - Sommerfest am Sonnenhang

Die Sonne brannte vom leicht bewölkten Himmel herab, als wir vor der Gaststätte „Sonnenhang“ in Hohenstein-Ernstthal eintrafen. Ein schattiges Plätzchen unter einem hohen Baum machte uns die Schwüle einigermaßen erträglich. Bis zur Einnahme des Mittagessens war noch Zeit, und so beschlossen Reni, Anne, Peter und Matthias unter der ortskundigen Führung von Almut und Rolf, sich ein wenig die Beine zu vertreten und die nähere Umgebung zu erkunden.

Zunächst ging es noch zügig voran. Nach und nach jedoch machte uns der schmale, mit unzähligen, dicken Wurzeln überzogene Höhenweg zu schaffen. In der Ferne grummelte es. Der Himmel hinter uns verdunkelte sich zusehends. Die drohende Gewittergefahr beflügelte die Schritte, und so stolperten wir eilig den Weg hinan, in der Hoffnung, einen Unterstand zu finden. Almut und Rolf belächelten solcherlei Gedanken (hier gab es weit und breit nichts dergleichen) und führten uns mit stoischer Ruhe immer tiefer in den Wald. In einem weiten Bogen machten wir uns endlich auf den Rückweg und siehe da: Vom Gewitter keine Spur mehr! Es war in nördlicher Richtung an uns vorübergezogen. Ein Wandermitglied, dass sich den Wetterunbilden wohl nicht gar zu hilflos ausgesetzt sehen wollte, meinte gar, wir hätten es umgangen.
Zurück in der Gaststätte erwarteten uns schon sehnsüchtig Luise, Evi und Reina. Das Angebot ließ nichts zu wünschen übrig: Pferderoulade, Rentierbraten, Lendenschnitzel, Rinderzunge. Dazu Rotkraut und Klöße oder Spargel in brauner Butter – was will man mehr? Matthias hätte ja gern den Rentierbraten probiert, Luise allerdings meinte, dass es nicht sicher sei, von welchem Lebewesen das Fleisch stammt; schließlich könnte man das Wort Rentier ja auch französisch aussprechen, und dann . . . Matthias entschloss sich spontan für die Pferderoulade.
Nach dem Essen nahmen wir draußen auf dem überdachten Freisitz Platz. Anne weihte uns in die weit gesteckten Ziele und Ideen des neuen Bundesvorstands ein, worauf wir überlegten, welche Beiträge unser Landesverband leisten könnte. Die langfristige Absicht, jugendlichen Nachwuchs zu gewinnen und in die Reihen der „Schreibenden Zunft“ zu integrieren, scheiterte gedanklich an den altersbedingten Hürden, welche unüberwindbar schienen. Entweder müsste sich unser Verband „verjüngen“ und sich den kommunikativen Verfahrens- und Ausdrucksweisen der heutigen Jugend anpassen oder – so „weiterwurschteln“ wie bisher in der festen Überzeugung, zu einer aussterbenden Gattung zu gehören. Wir sind an diesem Nachmittag zu keinem konstruktiven Vorschlag gekommen, doch ist diesbezüglich das letzte Wort noch nicht gesprochen, geschweige denn, geschrieben!
  Die anschließende Suche nach einem passenden, originellen Titel für unsere Weihnachtsanthologie förderte die schillerndsten (Stil)-Blüten zutage: Wintersonne-Weihnachtswonne; Gedankensplitter zur Weihnachtszeit; Ach du stressige . . . ; Beschaulichkeit im Kerzenschein; Und ewig lockt Sankt Nikolaus . . .  – bis Luise Schluckauf bekam und mit irrem Funkeln in den Augen von ihrem „Veto-Recht“ als Ehrenmitglied Gebrauch und dem Spuk ein Ende machte. Richtig so. Wir haben ja noch etwas Zeit und „Gut Ding will Weile haben“, wie man so schön sagt.
Am Ende begann es doch noch ungemütlich zu werden; die bislang nur in weiter Ferne ihr Unwesen treibenden Gewitterzellen, hatten beschlossen, uns ihre Aufwartung zu machen. Wir indes verzichteten auf derlei Bekanntschaft und saßen in den Autos, bevor es wie aus Kübeln zu schütten begann.

Matthias Albrecht 

Im Garten der Gaststätte "Sonnenhang" und die Wandertruppe beim Testen der "Knuddelbank" in Grüna.


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Mehr unter https://www.facebook.com/media/set/?set=a.1130728173610860.1073741848.316013531748999&type=3 , in der Hoffnung, dass alle die Bilder auch wirklich aufrufen können.


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Die Schilderung von Hase und Igel beim Kindergeburtstag

AJA im „Waldi“- Café Leipzig am 30.5.2015

 

Anwesende: Peter Zech, Almut Fehrmann, Reina Darsen, Marlis Michel, Anne Meinecke, Luise Wilsdorf, L. J. Cropley

Leitung: Luise Wilsdorf und Anne Meinecke

 

In trauter Runde und im gemütlichen Obergeschoss des genannten Cafés trafen wir uns am vorletzten Maientag, um Literatur zu besprechen. Luise Wilsdorf hatte sich darauf vorbereitet, uns etwas über die Schilderung beizubringen. Dazu war ein Handout (Schriftliche Zusammenfassung) ausgearbeitet, dass unsere Arbeitsgrundlage darstellte. So erfuhren wir, dass eine Schilderung im Gegensatz zum objektiven, faktenbeladenem Bericht subjektiv ist und sehr wohl Gefühlsregungen und - zustände enthalten soll. Weiterhin dürfen reingepackt werden: Farben, Gerüche, persönliche Erfahrungen und Personifikationen, um nur einige zu nennen.

Sogleich nahm Luise kleine Zeitungsmeldungen heraus, woraus wir eine Schilderung machen sollten. Etwas überrumpelt, aber tatkräftig überlegten wir und brachten jeder ein paar Zeilen auf das Papier. Beim Vorlesen entschied sich dann, wer die Aufgabe gemäß den Vorgaben erfüllt hatte und wer noch Übungspotential besaß :-). Es war nicht einfach, muss ich gestehen, aber Luise ist eine geduldige „Lehrerin“ und nicht darauf versessen, Fehler zu finden. Wir verfassten etwas zu einem „Waldbrand“ und zu einem „Kindergeburtstag“. So lernten wir alle etwas, besonders beim Beispiel der mündlichen Bildbeschreibung, wozu sich im Raum genügend Gemälde fanden. So von Carl Offterdinger (1829-1889 Stuttgart) „Hase und Igel“. Ein berühmter Figuren- und Genremaler, Illustrator von Kinder- und Jugendbüchern, Märchen und Abenteuerbänden. Anhand seiner bunt gekleideten Igelfamilie übten wir, wie man etwas schildern kann. Was ist wichtig zu erzählen, wie genau muss die Beschreibung sein? Wem das Bildnis nicht behagte, bekam noch eine zweite Gelegenheit mit einem Gemälde eines Jagdhauses in einem düsteren Wald. Und wir verstanden, dass Gefühle und auch Interpretationen des Was und Warum wichtig dafür seien. Nach einem dritten Bild (Gott behüte Dich) und einer kleinen Einführung in die Kunstinterpretation legten wir eine Mittagspause ein.

Beim Warten auf das Essen wurden vergangene Lesungen und Projekte, sowie das Voranschreiten der Weihnachtsanthologie besprochen. Wer hierfür Titelvorschläge hat, kann sie gern Anne mailen. Zum Sommerfest am 13.6. um 11 Uhr in Wüstenbrand wurde nochmals eingeladen, sowie „Mitfahrzentralen“ gegründet. Informationen dazu wird es für die einzelnen Mitglieder aber noch per Mail geben.

Das Essen kam und wurde für sehr üppig und lecker befunden, auch wenn der Koch bei einigen Gerichten wohl verliebt gewesen zu sein schien. (Hausfrauentipps gegen zu salzigen Käse wurden liebevoll weitergetragen :-) )

Zum Abschluss las Luise aus ihrem neuen Theaterstück vor und entführte uns in verkehrte Welten.

Nach dem Sommerfest wird es keine AJA geben. Die erste ist wieder in Jachymov (12. und 13.9. 2015) geplant. Den Termin für die Oktober AJA mit Horst Seidel in Dresden gibt es noch, muss abgestimmt werden. Im November wird es der 14.11. in Chemnitz werden.                              



Lenard James Cropley

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Wie ein Wochenende zu einem Traum wird


Als wir am 16. Mai 2015 einer Lese-Einladung folgten und zu unseren Nachbarn nach Polen fuhren, hatten wir uns so viel Herzlichkeit nicht einmal vorstellen können. Wir, das sind die sächsischen FDA-Mitglieder Almut und Rolf Fehrmann, Herrmann Friedrich und Hannelore Crostewitz; einschließlich der Partner, die zu den beiden Letzteren gehören.

Unser Ziel: Das Parkhotel in Bad Flinsberg. Wo uns die moderne Kunst gleich an den Wänden begegnete! Wo uns nicht nur sehr gut ausgestattete Zimmer erwarteten, sondern die Reiseführerin und Dolmetscherin Magdalena gleich zwei Stunden ihrer Zeit dafür verwendete, uns mit dem Auto den Aufstieg zur Baude zu erleichtern und Interessantes zu berichten wusste. Bei bester Aussicht konnten wir bis zur Schneekoppe sehen! Magdalena wusste Bescheid über die Historie der Umgebung, über die Gewerke und Ansiedelungen und über die uns umgebenden Berge des Isergebirges. Aufgeschlossen wie sie war, durften wir ihr alle unsere Fragen stellen. Und die Antwort kam prompt.

Der Höhepunkt aber kam noch! Es war die Lesung im Kurhotel am Abend. Nachdem der Inhaber, Herr Buczynski, alle begrüßt und auf die freundschaftlichen Beziehungen verwiesen hatte und von unserer Seite kleine Präsente an die Gastgeber gingen, las Almut ihre spannenden Reiseerlebnisse vor, in denen ein Stierkampf uns ins sehr Bedenkliche hinführte. Herrmann hatte Gedichte auf Lager, da gab es Heiteres und Gedankenvolles zu den Themen Umwelt und Politik und Hannelore stellte ihre Bücher „Kaufhausgeflüster“ und „Die Regenbogenpaula“ vor. Das Lesefinale wurde für alle noch einmal sehr besonders – denn die Inhaberin, Frau Buczynski, schreibt selbst! Es waren Gedichte voll wunderbarer Poesie, die dank Magdalena, von ihr übersetzt und sehr einfühlend vorgetragen wurden. Die knapp vierzig Zuhörer bedankten sich mit voller Aufmerksamkeit und zeigten sich auch am Büchertisch interessiert.

Wie sehr wir als FDA-Mitglieder schon zu diesem Familienbetrieb dazugehören, wurde uns deutlich, als spontane Umarmungen erfolgten, jeder Lesende einen großen Blumenstrauß gereicht bekam, der Sekt großzügig verteilt wurde und sich alle Gespräche grenzen- und schrankenlos fortsetzten.

Dass es sich die Familie Buczynski am nächsten Morgen nicht nehmen ließ, uns alle persönlich zu verabschieden, dass noch selbstgemachter Kirschlikör mit auf unsere Reise ging und wir überwältigt waren von so viel Gastfreundschaft, lässt nur einen Gedanken zu: Diese menschlich wie literarisch fundierte Freundschaft wollen wir unbedingt erhalten.

2016? Das ist doch gleich morgen, wenn Magdalena und die Familie Buczynski unserer Einladung nach Leipzig folgen … 


Hannelore Crostewitz

 

 

 

 


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Lesenacht / Büchermeile im Tietz Chemnitz 25.04.2015

Wir hatten viele nette und sehr informative Gespräche mit den unterschiedlichsten Interessenten. Vor allem freut uns, wie hoch das allgemeine Interesse am FDA ist. Immer wieder haben wir Fragen zu diesem Thema beantwortet und hoffen, dass dies auf fruchtbaren Boden fällt.


1  

Zwei Hüter der Bücher im Aufbaustress. Mehr Bilder unter: http://fb.me/4EyRg9MJJ

Und ein Artikel in der Freien Presse unter: http://www.freiepresse.de/LOKALES/CHEMNITZ/Baumkuchen-trifft-auf-norwegische-Erzaehlungen-artikel9179550.php


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Oh du fröhliche Zottellotte

 

AJA am 18.04.2015 im tietz Chemnitz

  

Anwesende: Anne Meinecke, Margit Aurich, Elke Krause, L.J. Cropley

 

In einer kleinen illustren Runde trafen sich die vier oben genannten zur Mitte des Aprils.

Anfangs wurde Organisatorisches zur Büchermeile/ Lesenacht im tietz Chemnitz am 25.4. 2015 besprochen. Da nur wenige FDA Mitglieder Zeit haben, wird der FDA Präsentationstisch von zwei bis drei regionalen Autoren besetzt sein. (Zur Lesenacht gibt’s einen extra Beitrag später)

Der nächste AJA Termin wird erst noch abgesprochen. Interessierte mögliche Teilnehmer könnten das Ende des Monats Mai vormerken. Anne Meinecke wird aber gesondert per Mail informieren.

Im FDA wird an Lesungsterminen für Leipzig und Pilsen gearbeitet. Daten dazu noch dieses Jahr, Anne wird Bescheid geben.

Es wird noch ein schönes Plätzchen für unser FDA Sommerfest gesucht. Mitglieder, die einen Garten oder Ähnliches zur Verfügung haben, dürfen sich gern melden. Im Gespräch (nach der Schwärmerei von Margit Aurich) fanden wir drei allerdings Gefallen an einem mystischen Aus-flugsziel. Eine Wanderung in einem urigen Waldstück mit bizarren Felsen und wild wuchernden Wurzeln klingt doch toll, oder? Der Ort ist nahe der tschechischen Grenze. (Name vergessen) Info kommt.

Mit der Textlesung begann dann Elke Krause. Sie arbeitet intensiv an einem Kinderbuch, dass die Erlebnisse der „Zottellotte“ samt ihrer Freunde enthalten soll. Die Zeichnungen dafür fertigen Elkes Söhne an. Wir gaben ihr Tipps zu Verlagen und Druckereien. Außerdem besprachen wir, wie man an eine Veröffentlichung herangeht und wer einem fachlich weiterhelfen kann. Das Buch wird zwölf verschiedene Geschichten enthalten und soll auch Erstlesern den Kontakt zur Literatur ermöglichen.

Heute stellte Elke uns die Gedichte „Lisa besiegt die Angst“ und „Die mürrische Trude“ vor. Weiterhin hatte sie ein außergewöhnliches Inhaltsverzeichnis entworfen, dass zum Blättern und Finden der Erlebnisse einladen soll. Für die beiden Texte gaben wir Elke Lob und Ermunterung, kritisiert und lektoriert (in Ansätzen) wurden Rhythmik, Reim und Ausdruck des Geschriebenen.

Die nächste im Bunde hieß Margit Aurich. Sie regte uns heute vor allem zum Nachdenken an. Wie nennt sich eigentlich ein weiblicher Boss? Bossin? Die männlich dominierte Welt regiert auch im Sprachgebrauch. Somit lobte sie nun wieder die Autorin Nina George („Lavendelzimmer“), deren Buch sie vergöttert und worin sie sich ganz wiederfindet. Sie gab uns Wortkreationen wie „Sternensalz, Zitronenkuss und Herzkerber“ mit und ein jeder kann kreativ nachdenken, was denn damit gemeint sein könnte. Nachdem sie noch einige eigene Verse verlesen hatte, gab sie uns Worte von Sokrates auf den Weg. Und wir stellten fest, so alt wie der Philosoph ist (!), so wahr und aktuell ist dennoch das, was wir noch heute von ihm lesen. Vielen Dank Margit für dein inspirierendes Wesen!

Nun war Anne Meinecke an der Reihe. „Oh du Fröhliche“ und „Alle Jahre wieder“ wurde auf ihren Wunsch nochmals besprochen. Ja, wir lesen im Frühling Adventstexte. Aber nur, weil wir noch an der Weihnachtsanthologie arbeiten. Anne bekam Rückmeldungen zu Neuformulierungen und Ausdruck. Sie schien für die Hinweise sehr dankbar.

Das soweit von unserer kleinen, aber sehr unterhaltsamen und produktiven AJA. Auf ein Wiedersehen im Mai. Dann hoffentlich mit Luise Wilsdorf und Anregungen zu Kurzgeschichten.                                  

Lenard James Cropley



Samstag Vormittag um elf,

vier schreibfreudige Menschen

haben sich zueinander gesellt.

Ihre selbstverfassten Texte
brachten sie einander zu Gehör,

inspiriert vom wohl passensten Ort
für Wortfinder und -sucher,

der Stadtbibliothek im Chemnitzer Tietz.

Drei Stunden,
180 Minuten
gemeinsam sinnvoll genutzt,

relativ kurz, empfanden wir dies.

Völlig anders empfänden wir 180 Minuten Wartezeit.

So erkläre ich mir,
am praktischen Beispiel
Albert Einsteins Relativitätstheorie.


Margit Aurich
(anlässlich 60.Todestag von A.Einstein am 18.04.2015 AJA_Treffen)

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Alter-Angeln-Adventsstern

AJA am 28.02.2015 im tietz, Stadtbibliothek Chemnitz

 

Teilnehmende: Anne Meinecke, Almut Fehrmann, Hannelore Crostewitz, Evi Hoffmann, Iris Fritzsche, Elke Krause, Luise Wilsdorf, Sandra Kersten, Lenard J. Cropley

  


Im Bereich der Kunst hatte man uns schreibende Künstler dieses Mal untergebracht. Wie immer war das Bibliothekspersonal sehr freundlich und auf das Autoren-Wohl bedacht. So brachte man uns Stühle, Sofas, Tische und auch Bücher.

Zu Beginn standen wie immer Terminabsprachen an. Hauptsächlich zu Lesungen (tietz, Krippehna), zur Buchmesse in Leipzig im März und zur Büchermeile/ Lesenacht in Chemnitz im April. Der AJA Termin für März wird noch gesondert per Mail bekanntgegeben.

Nach angeregter Plauderei begannen wir mit der Textarbeit. Evi hatte zwei Werke mitgebracht. „Alterskränkelei“ zeigte einen Krankheitsmarathon durch alle Arzt-Instanzen einer nicht mehr ganz so fitten Rentnerin. Das Gedicht barg durchaus literarischen Reiz und veranlasste humorvolle Gespräche. Jedoch wurde geraten eine Art Refrain einzubauen, um eine Unterbrechung des Wortflusses zu erreichen und eine Wiedererkennung möglich zu machen. Evi nahm sich den Rat dankend an und las noch „Weihnachtsbesuch und Neujahrsvorsatz“. Das Werk wird in Zukunft anders heißen, darin waren sich alle einig. Die Gleichheit der Gesichtszüge von Oma und Enkelin wurde schmunzelnd bejaht. Die Autorin fand zudem die Möglichkeit sich mit sich auszusöhnen, was doch Literatur alles vermag.

Weiter ging es auf Reise mit Iris, die uns in Norwegen mit zum Fischen nahm. „Der Anglerlehrling“ hat das Zeug zu einem großen Text zu werden. Die Empfehlung lautete mehr Bilder zu „zeichnen“. Im übertragenen Sinn. Ein Tipp, der für alles Geschriebene gilt. Es sollten die Umgebung, die Temperatur, Gerüche, die Hauptfiguren so reich wie möglich erklärt werden. Die Balance von „nicht zu viel“ und „ nicht zu wenig“ muss vorhanden sein. Dann zieht im Kopf des Lesers ein Film durch, den er sich gern anschaut und der ihm die Erzählung vorstellbar macht. Iris nahm die Ideen an und wird uns bei Gelegenheit zeigen, was sie berichten wollte und wir werden es genauso miterleben können.

Den Abschluss der Lektorats-Runde gestaltete Elke mit „Wie der kleine König vom fernen Stern das Glück entdeckte“. Es handelte sich um eine Fantasiegeschichte für Kinder. Wir besprachen Textaufbau, Logik und Wortwiederholungen. So positiv gelaunt legten wir eine kleine Mittagspause ein, um uns später den Geschichten und Gedichten der zukünftigen Weihnachtsanthologie zu widmen. Mit den dagebliebenen Autorinnen wurden vor Ort ihre Einsendungen besprochen. Hannelore, Sandra und Lenard hatten die letzten Wochen lektoriert und machten nun ihre Arbeit sichtbar.

Mitte März werden allen teilnehmenden Autoren ihre bearbeiteten und ausgewählten Texte wieder zugeschickt. Näheres wird dann in einer Email dazu stehen.

Den Ausklang fand der arbeits- und energiereiche Samstag in Überlegungen, wie denn das Buch illustriert werden könnte. Es wurden Vignetten und Versaillien (?), Fotos und Zeichnungen, Piktogramme und Signalbilder „wild durch den Raum geworfen“sowie Anregung in Bibliotheksbüchern gesucht und gefunden. Fest steht, um das Buch zu erarbeiten, werden noch einige Treffen notwendig sein. Aber, Freunde, wir schaffen das!


Lenard James Cropley



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AJA am 24. 1. 2015 11.00 – 13.00 Uhr im Café Waldi in Leipzig

  

Teilnehmer: Almut und Rolf Fehrmann, Peter Zech, Sabine Groh, Elwira Krupp, Luise Wilsdorf, Anne Meinecke

 

Ich bin dann mal weg – Reiseberichte aus dem „Waldi“


  

Es ist 11.00 Uhr und langsam trudeln die Teilnehmer ein. Durch Krankheit, Wetter und Arbeit sind einige Stammteilnehmer verhindert, aber es sind zwei neue Interessenten gekommen. Bei Kaffee und Kräutertee beginnt Luise mit der Geschichte der Reiseführer. Wer hätte gedacht, dass der älteste Bericht aus der Römerzeit stammt. Mit der Erfindung des Buchdrucks begann der große Aufschwung der Reiseliteratur und Ende des 19. Jahrhunderts waren fast alle Gegenden der Erde beschrieben.

Es gibt verschiedene Gruppen der Reiseliteratur:

- Reiseführer

- wissenschaftliche Reisebeschreibungen (Forschungsreisen, Form von

  Tagebüchern, Eindrücke, Erfahrungen, Ängste)

- Reisechronik (Zusammenfassung und nachträgliche Kompilation

  (Zusammentragung, Sammlung, Zusammenstoppeln), oft

  unschöpferisch)

- Reisebericht (Aufzählung von Fakten, ohne jegliche persönliche

  Meinung)

- künstlerische bzw. literarische Reisebeschreibungen (literarischer

  Reisebericht, Reiseerzählung, Reiseroman)


Bei der literarischen Form bilden Fakten die Grundlage und es werden die persönlichen Eindrücke geschildert. Die Hauptcharakteristik ist die Überformung tatsächlicher oder fiktiver Reiseerlebnisse. Eine Verbindung zu anderen epischen Formen (Abenteuerroman, Bildungsroman, Staatsroman, Autobiographie und Lügendichtung) ist möglich. Auch hier sind der dramaturgische Faden und der Spannungsbogen sehr wichtig. Am einfachsten ist der Aufbau anhand des Reiseverlaufs. Man kann aber auch vom Ende oder der Mitte der Reise aus erzählen. Bei der Beschreibung der Natur muss man oft aus der Sprache der räumlichen Sinneseindrücke in die Sprache der Bewegung oder in die Sprache der Stimmung übersetzen. Diese ganze Theorie haben wir gleich an Almuts Beschreibung ihrer Frankreichreise ausprobiert und sie mit vielen guten Tipps versorgt.

Zum Abschluss wurden bei Suppe und Riesenschnitzel die nächsten Termine besprochen. Die Neuen wollen wiederkommen.


Anne Meinecke